Unser Schulprogramm


Inhalt

Schulprogramm der Schule am
Bürgerhaus

 

1.  Zur Handhabung unseres Schulprogramms

1.1 Adressaten

Adressaten für das Schulprogramm sind Kollegium, Eltern, Staatliches Schulamt und Schulträger.

Dem Kollegium dient das Schulprogramm in erster Linie als Arbeitsgrundlage für laufende Projekte. Es enthält die für einen Zeitraum von ca. zwei Jahren favorisierten Entwicklungsschwerpunkte und Ziele.

Die Eltern nutzen das Schulprogramm insbesondere für eine umfassende Information über unsere Schule und deren Profil. Über Elternbeirat und Schulkonferenz sowie eigene Arbeitsgruppen sind sie an der Gestaltung wesentlich beteiligt.

Das Staatliche Schulamt als Schulaufsichtsbehörde wird durch das Schulprogramm über die Besonderheiten der Schule, deren Arbeitsweisen und Ziele informiert und somit in die Lage versetzt, die pädagogische Arbeit an der Schule zu überwachen und begleiten.

Der Schulträger kann mit Hilfe des Schulprogramms Erkenntnisse für die Schulentwicklung, Ausstattung und bauliche Maßnahmen gewinnen.

 

1.2 Schulprogramm und Fortschreibung

Mit der ersten Erarbeitung des Schulprogramms wurde an der Schule am Bürgerhaus 2002 begonnen. Es wurde dem Staatlichen Schulamt vorgelegt, aber am 22.01.09 in einem Gespräch der Dezernentin mit der damaligen Schulleiterin als überarbeitungsbedürftig eingestuft. In einer Zielvereinbarung wurden die zu bearbeitenden Bereiche festgelegt.

Da in den letzten Jahren einige neue Kolleginnen an der Schule eingestellt wurden und die Schulleitung zum 01.08.2009 gewechselt hat, wurde von der Gesamtkonferenz beschlossen, das Schulprogramm nicht zu überarbeiten, da zu viele Schwächen enthalten sind. Es soll neu erstellt werden.

Auch die Schul-Inspektion, die im Januar 2010 die Schule besucht hatte, hat große Schwächen im alten Schulprogramm festgestellt.

Zusätzlich haben sich seit August 2009 die Arbeitsschwerpunkte verändert:

  • Entwicklung eines Leitbildes, das Anfang Juni 2011 von allen Gremien beschlossen wurde.
  • Konzeptionsentwicklung der Pädagogischen Mittagsbetreuung; diese wird regelmäßig beantragt.
  • Weiterentwicklung des kompetenzorientierten (Mathematik-)Unterrichts (Das Kollegium nimmt hierfür seit dem 2. Halbjahr 2010/11 an einer zwei Jahre dauernden Fortbildung teil)
  • Evaluation/Überarbeitung des Lesekonzeptes
  • Nach den Implementierungen der Vereinbarungen für die Teilziele „Bewegung“ und „Ernährung“ (Gesunde Schule) wird nun das Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ angestrebt.
  • Ein Förder- und Erziehungskonzept muss dringend erstellt werden (Zielvereinbarungen nach der Schulinspektion, Gespräch mit SSA am 10.12.10)

 

2. Grundzüge unserer Schule

2.1 Schulsystem und Unterricht

Die zurzeit ca. 200 Schülerinnen und Schüler der Schule am Bürgerhaus kommen aus dem südlichen und süd-östlichen Bereich und dem Kernbereich des Rodgauer Ortsteils Nieder-Roden. Es gibt zwei Schulbezirke in Nieder-Roden, des Öfteren werden Gestattungsanträge an die andere Grundschule (Gartenstadtschule) gestellt, da diese bereits offene Ganztagsschule ist und die Kinder viel länger und auch in den Ferien betreuen kann.

Der Schulvormittag ist in drei Unterrichtsblöcke eingeteilt, die von Frühstücks- und Spielpausen unterbrochen werden. Die Unterrichtsblöcke werden mit Lern-, Spiel- und Bewegungsphasen je nach Altersstufe gestaltet. Wesentliche Elemente der unterrichtlichen Arbeit sind z.B. Tages- und Wochenplanarbeit, Arbeit an Projekten, Morgenkreis. Jede Klassenlehrerin unterrichtet im ersten und zweiten Schuljahr möglichst viel in der eigenen Klasse, so dass der Fachunterricht erst ab der dritten Klasse zunimmt.

Schulbeginn und Schulschluss an der Schule am Bürgerhaus unterliegen den äußeren Zwängen der Schülerbeförderung, die teilweise dem öffentlichen Linienverkehr angepasst und mit weiteren Rodgauer Schulen koordiniert werden muss.

Zeitraster:

 Stunde  Zeit  Dauer  Klassen 1 und 2  Klassen 3 und 4
 1.     8.15 –  9.00  45’  Regelunterricht  Regelunterricht
 2.    9.05  –  9.50  45’  Regelunterricht  Regelunterricht
     9.50 – 10.00  10’

Frühstück in der Klasse

Hofpause

    10.00 – 10.20  20’
 3.   10.20 – 11.05  45’  Regelunterricht  Regelunterricht
 4.   11.10 – 11.55  45’  Regelunterricht  Regelunterricht
   11.55 – 12.10  15’  Hofpause
 5.  12.10 – 12.55  45’  Regel- oder 
 Förderunterricht
 Regelunterricht
 6.  13.00 – 13.45  45’  Förderunterricht  Förderunterricht
 7.  13.45 – 14.30  45′  Hausaufgabenzeit  Hausaufgabenzeit

Seit dem Schuljahr 2006/07 gibt es die Unterrichtsgarantie. Mit Hilfe von außerschulischen Kräften wird gewährleistet, dass kein Pflichtunterricht mehr ausfällt, wenn Lehrkräfte fehlen.

Im September 1998 wurde der Förderverein der Schule am Bürgerhaus gegründet, der mit der  Einrichtung eines Betreuungsangebotes weit über die verlässliche Schulzeit hinaus für die Schule einsetzt. Dieses Angebot ist fest installiert und beginnt um 7.00 Uhr morgens, endet erst um 17.00 Uhr am späten Nachmittag und enthält die Möglichkeit eines warmen Mittagessens. Es garantiert berufstätigen Eltern eine Ganztagsbetreuung.

Der Vorstand des Fördervereins kümmert sich um das Personal, das Anmeldeverfahren und die finanziellen Angelegenheiten.

Weiterhin unterstützt der Verein die Schule finanziell bei besonderen Anlässen, so z.B. Weihnachtsgeschenke für die Klassen, Werkzeuge und Material für den Werkunterricht, etc.

 

Etwa ein Viertel unserer Kinder kommt mit dem Bus aus dem Wohngebiet „Rollwald“ zur Schule.

Die Schülerbeförderung ist für die Kinder, da sie mehr als 2 km von der Schule entfernt wohnen, kostenlos. Sie bekommen hierfür Fahrscheine, die im Sekretariat beantragt werden müssen.

 

Vielfältige Veranstaltungen sind fest installiert:

  • Mittwoch vor den Herbstferien: Projekttag „Gesunde Schule“ mit Turnwettbewerb
  • Mittwoch vor dem ersten Advent: Projekttag „Arbeiten mit den Händen“
  • Mittwoch vor den Weihnachtsferien: Weihnachtsfeier
  • Mittwoch vor den Osterferien: Sporttag
  • Mittwoch in der vorletzten Schulwoche (vor den Sommerferien): Projekttag Mathematik
  • Elternabend für die Eltern der neuen ersten Klassen im März
  • Schulbesuchstag im April/Mai
  • Schulzahnarzt jährlich in jeder Jahrgangsstufe (Termin vergibt das Gesundheitsamt nach Absprache)
  • Zahnprophylaxe jährlich in jeder Jahrgangsstufe (Termin vergibt das Gesundheitsamt nach Absprache)
  • Ab erstem Schuljahr Anbahnung zum Thema „Streitschlichter“ (siehe Konzept)
  • Freitag vor dem zweiten Advent findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Matthias statt.
  • Freitag in der vorletzten Schulwoche vor den Sommerferien findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Matthias statt.
  • Vorlesetag im November: Kl. 4 lesen in den Kitas und den ersten Klassen vor, in Kl. 2 lesen Mütter vor, in Kl. 3 lesen die Klassenlehrerinnen in der jeweils anderen Klasse vor
  • Mai: Bundesjugendspiele
  • Jährlich wechselnd Schulfest und Projektwoche

 

Jahrgangsstufe 1

  Beginn des Schuljahres     Elternabend am Montag vor der Einschulung
    Besprechung der Schulregeln
    Schulwegbegehung mit der Polizei
    Elternabend mit Wahl und Fr. Neutzner (gesunde Ernährung)
  Mitte des Schuljahres           Wiederholung der Schulregeln mit Schwerpunkt „Höflichkeit“
    Gesundes Frühstück/Frühstück nach  Farben
  Januar   Rückmeldegespräche mit den Kitas
  Februar   Schnupperunterricht für Kitakinder
  Ende des Schuljahres   Stolperwörter-Lesetest und Kobold
   

   

Jahrgangsstufe 2

  Beginn des Schuljahres   Wiederholung der Schulregeln
  November   Projekte mit den Kitas
 Mitte des Schuljahres   Stolperwörter-Lesetest und Kobold
  Februar   Schnupperunterricht für Kitakinder
  Ende des Schuljahres   UE Aufgaben eines Klassensprechers
  fakultativ   KlassenfahrtBeginn des Schuljahres      

 

Jahrgangsstufe 3

  Beginn des Schuljahres   Wiederholung der Schulregeln
    Wahl des Klassensprecherteams (1.Halbjahr)
  Mitte des
  Schuljahres         
  Wahl des Klassensprecherteams (2.Halbjahr)
    UE Streitschlichter
  April   Lesewettbewerb der Bücherei
  Mai   Lernstandserhebungen
    Brandschutzerziehung
  Ende des Schuljahres   Ernährungsführerschein (7 Wochen à 3 Std im SU)

 

Jahrgangsstufe 4

  Beginn des Schuljahres   Wiederholung der Schulregeln
    Wahl des Klassensprecherteams
    Wiederholung Streitschlichtung
  November   Hospitation der Lehrkräfte in den Kitas
    Besuch der wfS mit den Schülerinnen und Schülern
    Leseabend der Bücherei
    Info-Abend der wfS
  Dezember/Januar   Beratungsgespräche wfS
  Mai   Hospitation der Lehrer der wfS bei uns
    Vorlesewettbewerb
  Ende des Schuljahres   Verabschiedung der 4. Klassen
  variabel    Klassenfahrt
  nach Absprache mit der
  Jugendverkehrsschule
  Verkehrserziehung

 

Als Fördermaßnahmen bietet die Schule am Bürgerhaus ambulante Maßnahmen in den Bereichen Sprache, Lernhilfe und Erziehungshilfe an. Eine fachkompetente Kollegin der Helene-Lange-Schule steht hier für die Beratung von Kolleginnen und Eltern zur Verfügung. Es werden regelmäßig Förderstunden in Deutsch und Mathematik erteilt, auch für Schüler mit anerkannter Lese-Rechtschreibschwäche.

Die Kinder der zweiten und dritten Klassen gehen ein jeweils ein Schulhalbjahr zum Schwimmunterricht ins Hallenbad Münster. Hier werden auch die Nichtschwimmer meist zu Schwimmern. In diesen Jahrgängen wird dann eine zusätzliche Sportstunde in der Schule erteilt.

Zusätzliche Lehrerstunden im Rahmen §2, Abs. 5 der Verordnung über die Stundentafel verwenden wir für freiwillige AGs und für Fördermaßnahmen in Form von Kleingruppen. Dieser Förderunterricht ist am Bedarf orientiert; die Zusammensetzung wechselt.

Darüber hinaus wird ein Vorlaufkurs für die im nächsten Schuljahr einzuschulenden Kinder mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen angeboten.

Klassenübergreifende Förderkurse gibt es in den Bereichen der Bewegungsschulung und für Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben.

Im Sinne der Öffnung der Schule ist es uns in Zusammenarbeit mit dem Förderverein gelungen, das Angebot an Arbeitsgemeinschaften durch außerschulische Partner zu erweitern. So finden die AG-Angebote Tennis, Englisch, Malatelier, Naturforscher, Fußball, Schach, Handball und Flöte regelmäßig statt.

Die Schülerbücherei wird täglich eine Stunde von Eltern betrieben. Auch konnten die Öffnungszeiten von vier auf fünf Tage erweitert werden. Hierfür wurde ein Klassenraum neu gestaltet und das Mobiliar ergänzt. Mittlerweile ist der gesamte Buchbestand digital erfasst, was die Ausleihe erheblich erleichtert.

Durch das Engagement einer Kollegin zusammen mit einer Mutter haben wir bei einem Wettbewerb ein Spielzimmer gewonnen, das auch in einem Klassenraum untergebracht und schön gestaltet wurde.

In allen Klassen wird der Computer als Medium genutzt. Außer der elektronischen Tafel stehen in jedem Klassenraum zwei Computer mit Internetzugang zur Verfügung. Hier können die Kinder alleine arbeiten, oder sie gehen gruppenweise in den Computerraum. Sie verwenden je nach Altersstufe entsprechende Lernsoftware und Verarbeitungsprogramme oder suchen Informationen im Internet. Das computergestützte kostenfreie Leseprogramm „Lepion“ wird in allen Klassen genutzt.

Der Übergang von der Kita zur Grundschule ist in Nieder-Roden genau geregelt, wobei der hessische Bildungs- und Erziehungsplan als Grundlage dient. Hier wurden Kooperationsvereinbarungen erarbeitet und beschlossen. Kita- und Schulleiterinnen treffen sich regelmäßig ca. alle zwei Monate, um die Aktionen zu koordinieren.

Auch für die Übergänge zu den weiterführenden Schulen gibt es im Rodgau feste Kooperationsvereinbarungen, die gegenseitige Hospitationen der Lehrkräfte vorschreiben. Außerdem werden die Lehrerinnen der Grundschule zur Klassenzusammensetzung in den weiterführenden Schulen befragt. Nach ca. drei Monaten finden Rückmeldegespräche statt.

 

2.2 Kollegium und Schulleitung

Das Kollegium der Schule besteht zurzeit aus acht festen Kolleginnen, zwei LiVs und einem Lehrer, der an einem Tag pro Woche fünf Stunden Musik und Kunst unterrichtet. Weiterhin gibt es eine Förderschullehrkraft, die unsere Lehrkräfte einmal pro Woche berät.      

Weiterhin unterrichten mit Gestellungsvertrag eine katholische Gemeindereferentin, eine evangelische Pfarrerin und ein evangelischer Pfarrer.

Die Kooperation innerhalb des Kollegiums erfolgt in Jahrgangsteams. Hier stehen Austausch und Herstellung von Material, Ideen zur Unterrichtsgestaltung, Absprachen zu schriftlichen Arbeiten und jahrgangsspezifische Veranstaltungen sowie gegenseitige Hilfsstellung bei erzieherischen Fragen im Vordergrund.

Die Schulleiterin hat seit dem Beginn ihrer Amtszeit 2009 begonnen, ein Informationssystem aufzubauen, das allen Mitgliedern der Schulgemeinde Einblick in die schulischen Abläufe gibt. Für Lehrkräfte gibt es, neben den Gesamtkonferenzen und Dienstbesprechungen, regelmäßige Informationsschreiben. Die Elternschaft wird ebenso regelmäßig über alle wichtigen Vorgänge in der Schule informiert. Im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes hängen Schaukästen mit weiteren Informationen aus. Hier werden auch alle Schulbediensteten mit Bild und Namen vorgestellt. Die Homepage unsererSchule bietet weitere Informationen (www.schule-am-buergerhaus.de).

 

2.3 Elternarbeit

Die Eltern üben das Mitbestimmungsrecht über den Schulelternbeirat und die Schulkonferenz aus. Elternversammlungen („Elternabende“), Elternbeiratssitzungen und oft auch Stammtische finden regelmäßig statt. Über den allgemeinen Entwicklungs- und Leistungsstand ihres Kindes können sich Eltern beim Elternsprechtag, der einmal im Jahr stattfindet (meist Anfang Februar), informieren. Darüber hinaus vereinbaren Lehrerinnen und Eltern individuelle Gesprächstermine, wenn dies gewünscht wird bzw. erforderlich ist. Dabei stehen die Beratung und die bestmögliche Förderung des Kindes im Vordergrund.

Die Elternschaft wirkt bei der Gestaltung des Schullebens in vielen Bereichen aktiv mit, von denen hier einige beispielhaft genannt werden:

  • Die Eltern betreuen und bewirten die Gäste bei der Einschulungsfeier. Sie bereiten die Schulfeste und die Präsentationen der Projektwochen kulinarisch vor. organisieren die Bewirtung und verwalten die Einnahmen daraus. Die Geldmittel werden der Schule für besondere Vorhaben und Anschaffungen zur Verfügung gestellt.
  • Die Eltern wirken bei verschiedenen Projekten innerhalb des Unterrichts mit, bei denen sie ihre Kompetenzen einbringen und auch außerschulische Lernorte zur Verfügung stellen. Der Fantasie von Lehrkräften und Eltern sind hier keine Grenzen gesetzt.
  • Die Eltern unterstützen als Mitglieder der Steuergruppe die Schulprogrammarbeit.
  • Die Eltern betreuen die täglichen Ausleihzeiten in der Schülerbücherei.
  • Die Eltern wirken mit bei verschiedenen Schulaktionen zur Beschaffung von Geldern zur Gestaltung des Schulhofes und um Spinde anzuschaffen.

 

2.4 Schulgebäude und Verwaltung

Unser Schulgebäude besteht aus zwei Trakten und liegt direkt neben dem Bürgerhaus Nieder-Roden. Im Gebäudeteil 1 („Verwaltung“) sind die Verwaltung der Schule, der Musikraum, der Vorklassenraum, ein Mehrzweckraum, die Schülerbücherei, das Spielezimmer und die Betreuung des Fördervereins untergebracht. Neun andere Unterrichtsräume, der Computerraum mit Arbeitsplätzen in Klassenstärke, der Werkraum mit angegliedertem Brennofen und die Räume des Hausmeisters befinden sich im Gebäudetrakt 2 („Unterrichtsgebäude“). Im Jahr 2009 wurde die Schule komplett saniert und modernisiert. Die Turnhalle gehört zur Stadt Rodgau. Sie wird vormittags bis 15.00 Uhr von der Schule und anschließend von Vereinen genutzt. Für größere Veranstaltungen wie z.B. die Einschulung kann die Schule von der Stadt Rodgau das Bürgerhaus gegen eine geringe Gebühr mieten.

Der Schulhof erstreckt sich rings um das Gebäude 1 und schließt an Trakt 2 an. Vor dem Gebäudeteil 1 („Ballhof“) sind die „Straßen“ für die Verkehrserziehung aufgemalt. In den Pausen stehen hier den Kindern zwei Fußballtore zur Verfügung. Weiterhin können sich die Kinder an drei Tischtennisplatten, einer Kletterwand, einer Seillandschaft und einem Kletterhaus beschäftigen. Hinter den Schulgebäuden befindet sich ein Sport-Außengelände mit Laufbahn und Sprunggrube. Seit der Sanierung gehört zur Schule ein kleiner Innenhof, der seit Sommer 2012 gestaltet ist und genutzt wird.

In die Verwaltung arbeitet eine Sekretärin mit Teilzeitstelle. Sie ist Angestellte des Kreises Offenbach. Außerdem ist uns ein Hausmeister zugeteilt, der montags und mittwochs bis 16.30 Uhr, dienstags und donnerstags bis 12.00 Uhr und freitags bis 14.00 Uhr arbeitet. Er ist durch das PPP-Projekt Angestellter von Hochtief.

 

2.5 Problembereiche und Lösungsansätze

Das größte Problem, das unsere Schule hat, ist die noch nicht vorhandene Pädagogische Mittagsbetreuung. Diese wurde im Herbst 2009 erstmalig von der neuen Schulleitung beantragt, aber noch nicht genehmigt.

Da die umliegenden Grundschulen (Gartenstadtschule, Freiherr-vom-Stein-Schule) bereits Ganztagsangebote haben, wählen Eltern über Gestattungsanträge gerne eine Schule mit diesem erweitertem Betreuungsangebot.

Sobald wir Schule mit Pädagogischer Mittagsbetreuung sind, wollen wir uns auf den Weg zur offenen Ganztagsschule machen.

In unserer modern sanierten Schule sind zwei Wände mit Beton-Bildern aus den 50-er Jahren übrig geblieben. Diese passen in keiner Weise zu unserer Schule und müssen – wie auch immer – verschwinden. Bei Hochtief wurde beantragt, dass diese Bilder mit Platten abgedeckt werden (dürfen). Hochtief muss hierfür eine Genehmigung bei Brandschutzingenieuren einholen. Trotz mehrfacher Nachfragen warten wir bereits ein Jahr auf eine Genehmigung, diese beiden „Schandflecken“ verstecken zu dürfen.

Auf dem Schulhof zwei steht ein Container, der der Betreuung gehört. Da die Kinder den Container als Versteck, Klettermöglichkeit und Riesentrommel benutzen und die Betreuung ihren Außenhof auf dem anderen Schulhof hat, soll er auf den anderen Pausenhof gebracht werden. Als er aufgestellt wurde, war der Platz angeblich der einzig mögliche. Nun darf er umgestellt werden, was aber 1500,00 € kosten soll. Hier wurde bereits ein Antrag auf Kostenübernahme an den Kreis Offenbach gestellt.

 

3. Grundlagen und Leitziele unserer Arbeit

3.1 Rahmenplan Grundschule

Der Rahmenplan Grundschule gilt nach wie vor als Grundlage unserer Arbeit. Hier werden übergeordnete Bildungs- und Erziehungsziele genannt, die bereits seit 1995 Gültigkeit haben und noch nichts an Aktualität verloren haben.

 

3.2 Leitziele der pädagogischen Arbeit

In der Gesamtkonferenz vom 25.11.2009 wurden die Leitziele der pädagogischen Arbeit neu definiert und strukturiert. Dabei wurden Elemente aus der bisherigen Fassung des Schulprogramms aufgegriffen, und es wurden neue Schwerpunkte gesetzt.

Unter der Fragestellung, welche Kompetenzen die Kinder erwerben und welche Bereiche gestärkt und gefördert werden sollen, wurden die folgenden vier pädagogischen Leitziele festgelegt:

 – Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten

  • gesunde Ernährung
  • Bewegung

– Erwerb sozialer Kompetenz

  • Kommunikations-/ Kooperationsfähigkeit
  • Gruppenfähigkeit
  • Verantwortungsbereitschaft
  • Regelbewusstsein
  • Konfliktverhalten
  • Spielverhalten

– Stärkung der emotionalen Entwicklung

  • Selbständigkeit
  • Selbstwertgefühl
  • emotionale Stabilität

– Förderung der Entwicklung der Motivation

  • Anstrengungs-/ Leistungsbereitschaft
  • Ausdauer, Arbeitswille
  • Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit

Bis zum Erwerb des Teilzertifikats Ernährung wird dem Leitziel “Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten“ ein besonderer Stellwert beigemessen. Dieses Leitziel hat im Rahmen der pädagogischen Arbeit im Schuljahr 2009/ 10 Vorrang.     

 

3.3. Unser Leitbild

Freundliche, ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit

  • Innerhalb eines Jahrgangs legen wir Wert auf eine klassenübergreifende Planung von Lerninhalten sowie auf eine Erstellung von Förderkonzepten, die individuell auf jedes Kind abgestimmt werden.
  • Wir sind offen für gegenseitige Hilfe.
  • Wir arbeiten innerhalb des Kollegiums im Team und schätzen die Mitarbeit der Eltern.
  • Wir fördern die Teamarbeit und die Hilfsbereitschaft sowohl innerhalb des Klassenverbandes als auch klassenübergreifend.
  • Wir übertragen unseren Schülerinnen und Schülern Pflichten und Verantwortung (Klassendienste, Klassensprecher, Paten etc.) und achten auf die Einhaltung ihrer Rechte.
  • Wir übernehmen Verantwortung bei der Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren.
  • Wir arbeiten auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen mit den Kitas, dem Hort in Nieder-Roden und den weiterführenden Schulen der Stadt Rodgau zusammen.
  • In Zusammenarbeit mit unserem Förderverein, Vereinen und privaten Einrichtungen bieten wir eine Nachmittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe und vielfältige AGs an.

 

Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung

  • Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem sich die Kinder wohl fühlen und mit Freude lernen.
  • Wir schenken allen Kindern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. 
  • Wir nehmen Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sowie all derer, die zur Schulgemeinschaft gehören. 
  • Wir zeigen den Kindern ihre Stärken auf und verhelfen ihnen dazu, Selbstbewusstsein zu entwickeln.
  • Wir lehnen körperliche und verbale Gewalt ab und fördern ein Bewusstsein dafür, das Eigentum der anderen sowie Einrichtungen der Schule wertzuschätzen und pfleglich zu behandeln.
  • Wir nehmen bei Streitigkeiten alle am Konflikt Beteiligten ernst, hören sie an und helfen ihnen, den Konflikt beizulegen.
  • Wir fördern die Entwicklung von Empathiefähigkeit, indem wir die Kinder dabei unterstützen, sich in Konfliktsituationen in die Lage und Gefühlswelt des anderen hineinzuversetzen.
  • Wir führen regelmäßig Aktionen zur Förderung der Sozialkompetenzen durch (Gesprächskreise, Projektwochen, Klassenfahrten etc.).

 

Förderung eigenverantwortlichen, selbstständigen Lernens

  • Wir legen Wert auf eine Vielfalt der Lernmethoden und schaffen Möglichkeiten für die Kinder, Verantwortung für ihr Lerntempo und die Lerninhalte mit zu übernehmen. 
  • Wir wechseln zwischen offenen Unterrichtsformen – wie beispielsweise Projektarbeit, Lernen an Stationen, Werkstattarbeit – und traditionellen Unterrichtsformen. 
  • Wir führen regelmäßig Maßnahmen zur Binnendifferenzierung (im Hinblick auf die Menge und den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben) in allen Klassen durch.  
  • Wir ermöglichen den Kindern den Zugang zu neuen Medien (Computer und ActivBoard).
  • Wir legen Wert darauf, Kindern nicht nur Wissen, sondern auch übergeordnete Kompetenzen zu vermitteln. Aus diesem Grund entwickeln wir unseren Unterricht kontinuierlich weiter, indem wir regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen.
  • Wir vermitteln den Kindern die nötigen Grundlagen, um ihnen einen guten und erfolgreichen Übergang ins fünfte Schuljahr zu ermöglichen.
  • Wir evaluieren regelmäßig unsere Unterrichtsinhalte, um zu gewährleisten, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern aktuelle Inhalte vermitteln.

 

Gesundheitsförderung

  • Auf dem Weg zur “Gesundheitsfördernden Schule“ haben wir bereits die Teilzertifikate “Bewegung“ und “Ernährung“ erlangt und arbeiten kontinuierlich daran, diese im Schulalltag umzusetzen und zu erhalten.  
  • –        Bewegungszeiten auch außerhalb des Sportunterrichts gehören für uns zum schulischen Alltag. In den Pausen stellen wir den Kindern eine große Auswahl an Spielgeräten zur Verfügung.
  • –        Drei Einzelsportstunden bzw. der Schwimmunterricht in den 2. oder 3. Klassen ermöglichen es uns, dem Bewegungsdrang der Kinder entgegenzukommen. 
  • –        Ein gemeinsames Frühstück im Klassenraum ergänzt jeden Schulmorgen und trägt darüber hinaus zur Stärkung der Klassengemeinschaft bei.
  • –        Wir bieten den Kindern viele Möglichkeiten, sich mit anderen auf unterschiedlichen Ebenen sportlicher Art zu messen, indem wir uns an dem schulsportlichen Wettkampfprogramm für die Grundschulen des Kreises Offenbach beteiligen.

(überarbeitet am 08.04.2011 in der Steuergruppe Schulprogramm mit Frau Haefke und Frau Lienenkämper beschlossen vom Schulelternbeirat am 31.05.2011, von der Schulkonferenz am 07.06.2011 und von der Gesamtkonferenz am 08.06.2011)

 

3.4 Leitbild ABC unserer Kinder

AGs

Bewegung

Computer

Denken

Ernährung

Freunde

Gewaltfrei

Helfen

Interessen

Jahrgang

Klassenfahrt

Lernen

Miteinander

Nachmittagsangebote

Offenheit

Pausen

Quatsch

Respekt

Stärken

Team

Unterricht

Verantwortung

Wir

1X1

Yes!

Zusammenarbeit

 

4. Arbeitsschwerpunkte der vergangenen Jahre

4.1. Teilzertifikat Bewegung

Das Zertifikat Bewegung war das erste Zertifikat, das die Schule erworben hat. Es wurde am 18. Juni 2009 überreicht und beinhaltet eine große Anzahl von fest in den Tages-, Wochen- und Jahresablauf integrierter Termine und Aktionen. Dazu zählen vor allem:

  • Tägliche Bewegungszeit im Unterricht und zwischen den Unterrichtsstunden
  • Pausenspielekisten zur sinnvollen Gestaltung der Pausen
  • drei einzelne Sportstunden über die Woche verteilt
  • zwei Halbjahre Schwimmunterricht (2. und 3. Klasse) im Hallenbad Münster mit einer zusätzlichen Sportstunde in der Schule
  • zwei Projekttage mit Schwerpunkt Sport
  • vielfältige Sport-AG-Angebote am Nachmittag
  • Verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte

Ende Mai 2012 fand eine Evaluation der zentralen Elemente unseres Bewegungszertifikates statt.

 

4.2. Teilzertifikat Ernährung

Am 9. Dezember 2010 wurde der Schule am Bürgerhaus das Zertifikat Bewegung überreicht. Es mussten nicht nur die Aktionen und Termine mit den Schulkindern dokumentiert werden, sondern auch die Bedingungen hierfür. So gibt es einen Hygieneplan und regelmäßige Fortbildungen im Gesundheitsamt. Und auch hierfür finden ritualisierte Tätigkeiten statt

  • Regelmäßiges Trinken in den Klassenräumen
  • Es soll nur Mineralwasser getrunken werden, keine Schorlen oder gar Süßgetränke
  • Am Montag ist zuckerfreier Tag
  • Zwei Projekttage pro Jahr zur gesunden Ernährung
  • Regelmäßig in den Unterricht jeder Klassenstufe eingebundene Unterrichtseinheiten zur gesunden Ernährung
  • Erarbeitung des Ernährungsführerscheins im dritten Schuljahr

Ende Mai 2012 wurde von allen Klassenlehrerinnen in allen 9 Klassen die Evaluation der zentralen Elemente unseres Ernährungszertifikates vorgenommen.

 

4.3 Entwicklung eines Leitbildes für die Arbeit der SamB (2010 – 2011)

Im Rahmen der Schulinspektion im Januar 2010 wurde bemängelt, dass es an der SamB im Hinblick auf die Grundidee, nach der sich die Schule nach innen und außen ausrichten will, derzeit keine klare Linie gebe. Es sei nicht klar, was Lehrer, Eltern und Kinder wollen. So ergaben Schülerbefragungen, dass die Kinder im Hinblick auf eine aktive Mitgestaltung des Schullebens kaum involviert sind und wenig über ihre Schule Bescheid wussten.

Aus diesem Grund ist es bei der Entwicklung eines Leitbilds von besonderer Bedeutung, dass sowohl das Kollegium als auch Kinder und Eltern einbezogen werden.

Charakteristische Merkmale eines Leitbildes sind:

  • bündig und knackig formuliert
  • selbstbezogen
  • beinhaltet nicht mehr als zehn Leitsätze
  • einprägsam und unverwechselbar
  • Ausdruck des gemeinsamen Grundes und des Zukunftswillens einer Schule
  • Grundidee, nach der sich eine Schule nach innen und außen ausrichten will

Am 27.08.2010 fand ein Treffen der Steuergruppe Schulprogramm statt, an dem auch Vertreter aus der Elternschaft teilgenommen haben. Es wurden sechs verschiedene Satzanfänge entwickelt, die im Rahmen der Gesamtkonferenz am 01.09.2010 und in der Schulelternbeiratssitzung am 15.09.2010 vorgestellt werden.

  • Unser Umgang (Schulklima) sollte geprägt sein von …
  • Unsere Schule soll …
  • Ein Kind, das unsere Schule verlässt …
  • Arbeitsschwerpunkte sollen sein …
  • Die Stärken unserer Schule sind …
  • Zusammenarbeiten sollen wir …

In einem so genannten Schreibgespräch, bei dem möglichst nicht gesprochen werden sollte, werden diese Satzanfänge auf Plakaten vervollständigt. Zugleich wurden Fragen für die Schüler der 2. bis 4. Klassen formuliert (siehe Anhang). Die Schülerbefragung wird im Zeitraum vom 01.09. bis 10.09.2010 durchgeführt. Die Fragebögen wurden anonym ausgefüllt.

Am 15.09.2010 fand ein Schreibgespräch in der Elternschaft statt, bei dem die sechs Satzanfänge auf Plakaten vervollständigt wurden.

Auf der Gesamtkonferenz vom 22.09.2010 wurden der Stand nach der SEB-Sitzung sowie erste Ergebnisse der Schülerbefragung vorgestellt.

Am 27.10.2010 wurden die Ergebnisse aus den Befragungen (Kollegium, Elternschaft, Schüler) von der Steuergruppe (Frau Dietsche, Frau Schäfer) gesichtet und in ihrem Gesamtzusammenhang betrachtet. Es wurden Formulierungen für Kernaussagen (Leitsätze) mit entsprechenden Unterpunkten festgelegt, die für die weitere Arbeit als Diskussionsgrundlage dienen sollen.

Die Steuergruppe hat sodann die Ergebnisse im Gesamtzusammenhang gesichtet und diese Zwischenergebnisse und den momentanen Stand auf der Gesamtkonferenz vom 03.11.2010 präsentiert.

Anhand der Diskussionsgrundlage, die am 27.10.2010 erarbeitet worden ist, wurde am 12.11.2010 in Zusammenarbeit mit Vertreter aus der Elternschaft an der Entwicklung des Leitbildes weitergearbeitet, wobei sich 4 Bereiche herauskristallisiert haben:

  • Freundliche, ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit
  • Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung
  • Förderung eigenverantwortlichen, selbstständigen Lernens
  • Gesundheitsförderung

Jedem der 4 Hauptbereiche wurden Unterpunkte zugeordnet.

Außerdem wurde ein “Leitbild-ABC“, das unter Beachtung der Sichtweise der Schüler vorformuliert wurde, entwickelt.

Am 29.11.2010 wurde das “Leitbild-ABC“ in Zusammenarbeit mit den Klassensprechern der 3. und 4. Klassen überarbeitet.

Mit den Klassensprechern der 3. und 4. Klassen wurden alle Punkte/ Buchstaben einzeln besprochen. Sie konnten sich unter jedem Wort gut vorstellen, was damit gemeint war, und konnten sich darin wieder finden und dies mit ihren eigenen Worten anhand von Beispielen beschreiben. Interessant war, dass beim „W“ der Vorschlag „Wertschätzung“ kam; die Mehrzahl der Kinder hat sich dann aber für „Wir“ entschieden, weil an der Schule ja „alle zusammengehören sollen, und dabei solle man ja auch den anderen schätzen“.

Zwei Punkte wurden geändert, wobei die Begründungen der Kinder in Klammern stehen:

  • Freunde wurde zu Freude („Freunde hat man ja auch so, wenn man nicht mehr an der Schule ist – Freude passt besser zur Schule“),
  • Klassenfahrt wurde zu Klassengemeinschaft („Man macht nicht in jeder Klasse eine Klassenfahrt, aber eine gute Klassengemeinschaft ist schon ab der 1. Klasse sehr wichtig“) geändert.

In der Gesamtkonferenz vom 01.12.2010 wurde die Endfassung des “Schüler-Leitbild-ABcs“ vorgestellt.

Es fand eine Besprechung des Vorentwurfs zum Leitbild statt. Jede Kollegin sollte mittels grüner und roter Punkte die Unterpunkte zu den 4 Bereichen bewerten. Ein grüner Punkt zeigt eine Zustimmung an; rote Punkte weisen auf Änderungsvorschläge sprachlicher und/ oder inhaltlicher Art hin. Auf einem separaten Plakat konnten diese Änderungen/ Umformulierungen festgehalten sowie Aspekte, die in dem Leitbild fehlen, notiert werden.

In einem nächsten Schritt gilt es nun, diese Änderungsvorschläge bei der Entwicklung des Leitbildes einzubeziehen und rot bepunktete Formulierungen zu überarbeiten.

Am 10.12.2010 wurde der Entwurf anhand der Änderungsvorschläge und Ergänzungen aus der Gesamtkonferenz vom 01.12.2010 überarbeitet. Am 21.01.2011 fand in Zusammenarbeit mit Vertreter aus der Elternschaft eine Besprechung anhand des überarbeiteten Entwurfs statt.

Am 25.02.2011 wurden in Zusammenarbeit mit den Vertreter aus der Elternschaftletzte Ergänzungen/ Umformulierungen eingefügt, so dass nun der Inhalt feststeht. Anschließend fanden Vorüberlegungen im Hinblick auf die äußere Gestaltung des Leitbildes statt. Bis zur nächsten Sitzung soll ein geeignetes Zitat, das als Einleitung dienen soll, gefunden werden.

Am 18.03.2011 wurde folgendes Zitat ausgewählt:

„Wir sollen uns weniger bemühen, den Weg für unsere Kinder vorzubereiten, als unsere Kinder für den Weg“
                                (Amerikanisches Sprichwort)

Zudem wurden weitere Überlegungen zur äußeren Gestaltung gemacht.

Am 08.04.2011 hat sich die Steuergruppe Schulprogramm mit der äußeren Gestaltung des Leitbildes befasst. Auch die Gestaltung eines Flyers mit wesentlichen Informationen über unsere Schule wurde entwickelt. 

In einem Zielvereinbarungsgespräch mit dem Schulamt, das immer nach der Schul-inspektion stattfindet, wurden unsere neuen Arbeitsvorhaben festgelegt.

 

4.4 Entwicklung eines Förder- und Erziehungskonzeptes (2011 – 2012)

In Anlehnung an die Bemängelung der Schulinspektion, dass die Schule kein Förder- und Erziehungskonzept erarbeitet hat, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die 2011/ 2012 daran gearbeitet hat (siehe Prozessleiste). Hier sollen sowohl die Möglichkeiten und Grenzen der Förderung an unserer Schule herausgestellt werden. Wichtig ist uns, auch auf Grund unseres Leitbildes, dass die Stärken aller Kinder in den Vordergrund rücken und die Schwächen gefördert werden sollen.

Im Rahmen unseres Förder- und Erziehungskonzeptes kommt dem sozialen Lernen eine besondere Rolle zu.

Sozialkompetenz bezeichnet Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die dazu befähigen, in den Beziehungen zu Menschen situationsadäquat zu handeln.

Wir leiten unsere Schülerinnen und Schüler an zu

  • Kommunikationsfähigkeit und angemessenen Umgangsformen (Höflichkeit, Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, …)
  • gegenseitiger Wertschätzung (Akzeptanz der Schwächen und Stärken des anderen, …)
  • Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit
  • Gesprächskompetenz und Konfliktfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen (Empathie)
  • emotionaler Intelligenz

In den überfachlichen Kompetenzen der Bildungsstandards wird der Kompetenzbereich “Sozialkompetenz“ wie folgt unterteilt:

  • Soziale Wahrnehmungsfähigkeit
  • Rücksichtnahme und Solidarität
  • Kooperation und Teamfähigkeit
  • Umgang mit Konflikten
  • Gesellschaftliche Verantwortung
  • Interkulturelle Verständigung

Der Erwerb sozialer Kompetenz stellt eines der insgesamt vier Leitziele der pädagogischen Arbeit an der Schule am Bürgerhaus dar.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/ 11 werden erstmals zwischen den 1. und 3. sowie 2. und 4. Klassen Patenschaften gebildet, so dass zwei Jahre lang eine kontinuierliche Arbeit gewährleistet ist.

Aus den beiden Klassen werden jeweils feste Partner zugeteilt, für welche die Älteren jeweils verantwortlich sind.  Die Kinder lernen somit, sich partnerschaftlich, hilfsbereit und kommunikativ zu verhalten.

Kommunikations-/ Kooperationsfähigkeit und Gruppenfähigkeit werden durch Patenschaften gestärkt; zugleich werden Verantwortungsbereitschaft und Regelbewusstsein gefördert. So helfen die Drittklässler den Schulneulingen, sich in ihrem neuen Lebensraum Schule zurechtzufinden, was auch in den Pausen von Bedeutung ist. Zugleich finden regelmäßig gemeinsame Aktionen wie beispielsweise gemeinsames Lesen und Basteln sowie Ausflüge statt.

Der im Leitbild beschriebene Bereich “Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung“ greift wesentliche Aspekte des Förder- und Erziehungskonzeptes auf, da hier der Förderung der Sozialkompetenz eine besondere Bedeutung beigemessen wird. (siehe 3.3) Die Förderung der genannten Fertigkeiten und Fähigkeiten findet in den Zielen und Inhalten des sozialen Lernens wiederum eine besondere Berücksichtigung.

Die Inhalte des sozialen Lernens sind auch im Lernbereich Zusammenleben (siehe Rahmenplan) vorgesehen.

Die folgenden Ziele und Inhalte des sozialen Lernens sollen im gesamten Unterricht angestrebt werden:

Ziele 1./ 2. Schuljahr

Die Kinder sollen

  • sich im Lebensraum Schule zurechtfinden können
  • wie ihre Mitschüler und Personen in der Schule leben und arbeiten
  • Klassen- und Schulregeln verstehen und lernen, diese einzuhalten
  • Rituale kennen lernen
  • Hilfen kennen lernen, wie sie Konflikte lösen können
  • lernen, sich partnerschaftlich, hilfsbereit und kommunikativ zu verhalten
  • lernen, über Gefühle zu sprechen
  • Gesprächsregeln vereinbaren und einhalten lernen
  • lernen, gewissenhaft Klassendienste zu übernehmen

 

Inhalte 1./ 2. Schuljahr

  Rundgang durch die Schule
  Vorstellen der Lehrer, Schulleitung, Sekretariat, Hausmeister
  Unterrichtsgänge zu Wohnungen
  Erzählkreis
  gemeinsames Frühstück
  Kennenlernspiele
  Ich-Plakate
  Feste feiern
  Klassenregeln gemeinsam erstellen
  Absprache der Konsequenzen bei Nichteinhaltung
  Gesprächskreise
  Feste, Geburtstagsfeiern
  Morgenbegrüßung
  Kalender
  Stille-Zeichen (Non-verbale Zeichen)
  Spiele zum sozialen Lernen
  Rollenspiele
  Entspannungsübungen
  Sprechen über Gefühle in unterschiedlichen Situationen

 

Ziele 3./ 4. Schuljahr

Die Kinder sollen lernen

  • sich an vereinbarte Regeln zu halten
  • anderen zu helfen
  • Rücksicht auf andere zu nehmen
  • Verantwortung für das eigene Denken und Handeln zu übernehmen
  • Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, Dienste wahrzunehmen
  • Kontakte zu knüpfen und sich anderen gegenüber aufgeschlossen zu verhalten
  • Konflikte eigenverantwortlich zu lösen
  • anderen zuzuhören
  • mit anderen zusammenzuarbeiten
  •  
  • sich Erwachsenen gegenüber angemessen zu verhalten
  • die Gefühle anderer wahrzunehmen
  • eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken
  • Hilfe von anderen annehmen zu können
  • Toleranz gegenüber anderen Lebensformen zu zeigen
  • Selbstbewusstsein zu gewinnen
  • Vereinbarungen treffen zu können
  • Vertrauen zu entwickeln und Freundschaften anzubahnen
  • Kritik angemessen zu äußern und konstruktiv mit Kritik umzugehen
  • Toleranz gegenüber dem anderen Geschlecht zu zeigen
  • Feste und Klassenaktivitäten zu gestalten und zu planen
  • eine Frustrationstoleranz aufzubauen

 

Inhalte 3./ 4. Schuljahr

  Stuhlkreisgespräche
         beispielhafte Konfliktlösung nach festen Regeln und Strukturen
         zunehmend selbständige Lösung
  interkulturelle Aktionen (z.B. Feste, Traditionen und Verhalten in anderen Ländern)
  Eigen- und Fremdwahrnehmung
  Gefühle, Gestik, Mimik
  Freundschaft
  Klassensprecher
          Vorbereitung, Vermittler
          Hilfen durch den Klassenlehrer
  Patenschaften 
         mit den ersten/ zweiten Klassen
        Hilfe bei Konfliktlösung

Vielfältige Aktionen wie die Projekttage “Arbeiten mit den Händen“ und “Gesunde Schule“, themenbezogene Klassenbastelvormittage, Weihnachtsfeiern mit Klassendarbietungen u. s. w. leisten einen Beitrag dazu, dass die Kinder im Bereich der sozialen Kompetenz und des Selbstwertgefühls gestärkt werden.

Das Lehren und Lernen ist geprägt durch themenbezogene Projekte und Aktivitäten. Diese finden regelmäßig in fächerverbindender und/ der klassenübergreifender Zusammenarbeit statt.

Projekttag “Arbeit mit den Händen“
Die Schüler haben an einem Vormittag die Möglichkeit, eine textile Technik, wie Weben, Nähen, Knüpfen, Häkeln oder ein Handwerk, wie Sägen, Töpfern, Bauen, kennen zu lernen und sich darin auszuprobieren.

Projekttag „Gesunde Schule“
Dieser Tag findet regelmäßig mittwochs vor den Osterferien und den Herbstferien statt.

Mittlerweile beteiligen sich Institutionen wie skate@school, Rope Skipping, örtliche Sportvereine und Oberstufenschüler des LK Sport des Claus- von- Stauffenberg Gymnasiums in Rodgau.

Themenbezogene Klassenbastelvormittage
Klassenlehrer und Eltern basteln mit den Kindern zu Jahresfesten wie St. Martin, Weihnachten und Ostern.

Sportfest mit Wettbewerbs- und Wettkampfcharakter für alle Klassen

Teilnahme an schulsportlichen Wettkämpfen mit einer Schulmannschaft
Auswahl der SchülerInnen aus den 2., 3. und 4. Klassen, gleichmäßig verteilt auf Jungen und Mädchen vertreten die Schule am Bürgerhaus auf Kreisebene. Eine Würdigung der Leistung findet im Rahmen einer Feier (Schulfest, Weihnachtsfeier, Abschluss Sportfest) statt.

Projektwoche, jahrgangsübergreifend
Die Projektwoche findet alle zwei Jahre statt. Themenprojektwochen oder offene Projektwochen wechseln sich ab.

Der im Juni 2011 ausgewertete Fragebogen für das Kollegium zur Ermittlung regelmäßiger und unregelmäßiger Aktionen zur Stärkung von Selbstwertgefühl/ Selbstvertrauen (siehe Tabelle) zeigt ein breites Spektrum an Vorhaben, die im Unterricht und Schulalltag der Schule am Bürgerhaus fest verankert sind. Diese leisten einen bedeutsamen Beitrag im Hinblick auf die Förderung der Sozialkompetenz.   

  Regelmäßige Aktionen:   Unregelmäßige Aktionen:
  Klassendienste/ Ämter   Unterrichtsgänge/ Ausflüge/
  Klassenfahrten
  Geburtstagsfeiern   Gespräche über Konflikte zur Klärung
   von Streitigkeiten
  Ausbildung von Streitschlichtern
  Klassenrat
Expertensystem (z.B. Ein Schüler erklärt für alle Kinder die Hausaufgaben.) und Helfersystem   Buchvorstellung, Präsentation von Einzel-
  und Gruppenarbeiten
  Im Musikunterricht: gemeinsames 
  Instrumentalspiel 
  Mathe-Konferenzen, Geschichten-
  Konferenzen, Schreibkonferenzen
  Im Sportunterricht:
  Bewegungs- und Mannschaftsspiele,  
  selbständiges Zusammenfinden
  Bundesjugendspiele
  Im Schwimmunterricht: Möglichkeit, ein
  Abzeichen zu erwerben
  Auswahl guter Sportler für 
  Schulwettkämpfe
  Siegerehrung
  Präsentation der Ergebnisse mit  
  Zeitungsartikeln und Fotos, ggf. Erwähnung auf der Homepage  
  Im Englischunterricht: Chorsprechen    Kooperative Spiele zur Teamarbeit
  Viel Lob (verdient, gezielt eingesetzt,
  differenziert); positives Verstärken
  Treffen mit der Patenklasse(1. und 3.
  Schuljahr sowie 2. und 4. Schuljahr) 
  Klassensprecherwahl (im 3. und 4.
  Schuljahr)

   Wettbewerb:Lesewettbewerb 3. Schuljahr

  Vorlesewettbewerb (4. Schuljahr)

  Erzählkreis am Montag,
  Freitagsabschlusskreis mit Reflexion
  Ausbildung von Schülern zu Ersthelfern 
  Aufführungen verschiedenster Art:
  für Erstklässler/ Viertklässler
  bei besonderen Aktionen (z.B. bei
  Zertifikatsübergabe)  Einzelne SchülerInnen präsentieren 
  stellvertretend die Schule.
 
  Ausstellung von Schülerarbeiten  

Im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die einen besonderen Bedarf an Förderung im emotionalen und sozialen Bereich haben, ist es hilfreich, folgende Aspekte zu bedenken und zu beachten:

  • Akzeptanz der Anpassungsprobleme, die Ausdruck seines/ ihres besonderen Bedarfs sind
  • Gestaltung des Unterrichts in einer Weise, dass die Anforderungen für ihn/ für sie erfüllbar sind (Nachteilsausgleich)
  • Ehrlichkeit
  • in besonderen Situationen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die Handlungen des Kindes nicht einem selbst gelten, sondern einer anderen, für das Kind bedeutenden Person
  • spontane Reaktionen und Gefühle dem Kind gegenüber ernst nehmen
  • Akzeptanz der eigenen Grenzen
  • Herstellung eines förderlichen Kontakts zum Kind
  • Erstellung eines Förderplans
  • Stärken des Kindes und bereits erreichte positive Entwicklungen in den Vordergrund stellen

Ein weiteres wichtiges Arbeitsvorhaben im Rahmen der Entwicklung unseres Förder- und Erziehungskonzeptes ist die Formulierung von Erziehungsvereinbarungen. (siehe Anhang)

Neben dem soeben ausführlich beschriebenen Bereich des sozialen Lernens wird – wie in der folgenden Tabelle veranschaulicht wird – an der Schule am Bürgerhaus auf folgende Aspekte Wert gelegt:

    Für alle Kinder   Für Kinder mit besonderen
  Schwierigkeiten
  Lesekompetenz –       Schülerbücherei
–       Leseaktionen
–       Lesepartnerschaft (z.b. durch
         Patenklassen)
–       siehe Lesekonzept
–       Förderunterricht
–       Leseförderung
  Sprachkompetenz –       differenzierter Unterricht
        entsprechend der Bildungs-
        standards im Fach Deutsch
–       Vorlaufkurs
–       Förderunterricht
–       Sprachheilunterricht
  Medienkompetenz –      Medienerziehung als Thema
       im Sachunterricht – 
–      Internetnutzung
–      Computer-AG
–      Nutzung geeigneter
       Software in der Förderung
  Mathematische
  Kompetenz
–       differenzierter
        Unterrichtentsprechend der
        Bildungsstandards im Fach
        Mathematik
–       Förderunterricht
  Bewegungs-
  kompetenz
–       siehe Bewegungskonzept
        (4.1)
–       Förderunterricht
  Gesundheits-
  kompetenz
–       siehe Ernährungskonzept
        (4.2)
 
  Personale
  Kompetenz
–       siehe weitere Ausführungen  
  Handlungs-
  kompetenz
–       siehe weitere Ausführungen  

 

Im Rahmen des  Erziehungskonzeptes unserer Schule soll bei unseren Schülern im Rahmen der Erziehungsziele auch die Personale Kompetenz erweitert werden, was zu einer Festigung der Persönlichkeit beitragen soll.

Unsere Schüler sollen lernen, Verantwortung für sich, andere, Dinge und die Natur zu übernehmen.
Sie sollen in ihrem Tun Sicherheit erfahren, was wiederum den Prozess der Selbständigkeit und zuverlässigen Handelns anbahnt.

Durch  Erfolgs- und Rückmeldesysteme wollen wir unsere Schüler motivieren, für sich und ihr Arbeiten Verantwortung zu übernehmen.
Wir wollen ihre allgemeine Leistungsbereitschaft, Lernbereitschaft, Motivation, Ausdauer und Belastbarkeit fördern.                  

Bei der Personalen Kompetenz handelt es sich nicht nur um Persönlichkeitseigenschaften, die im Arbeitsprozess des Schulalltags bedeutsam sind.
Vielmehr beschreibt die Personale Kompetenz Einstellungen und Fähigkeiten, in denen sich die Haltung unserer Schüler zu ihrem Umfeld und der Welt insgesamt ausdrückt. Eine positive Haltung zu sich selbst und seinem Umfeld kann sich letztlich aber nur aus einer stabilen Persönlichkeit heraus entwickeln. Wir wollen, dass unsere Schüler daher ein positives, realistisches Selbstbild entwickeln können, das ihnen ermöglicht, mit Frustrationen umzugehen und sich letztlich ihrem Umfeld gegenüber entsprechend der in unserer Gesellschaft geltenden Werte und Normen zu verhalten.

Den Schülern müssen angemessene Bedingungen geboten werden, um soziale Kompetenz und persönliche Kompetenz zu entwickeln.

Eine individuelle Handlungskompetenz befähigt unsere Schüler, sich situativ angemessen zu verhalten.

  • Schüler entwickeln die Fähigkeit zum sozialen Handeln.
  • Schüler sehen die Möglichkeit, etwas in Gang zu setzen.
  • Schüler reagieren angemessen.
  • Schüler gehen miteinander gerecht und einfühlend um.

 

4.5 Teilzertifikat Sucht- und Gewaltprävention

Eng verzahnt mit dem Förder- und Erziehungskonzept ist die Arbeit am Teilzertifikat Sucht- und Gewaltprävention. Hier werden Lehrer und Schüler befragt und daraus die Arbeitsschritte festgelegt. Erstes und wichtigstes Ziel ist die Erarbeitung von Schulregeln, die jedem Kind einsichtig gemacht werden können, und

Im Rahmen der Arbeitsgruppe Sucht- und Gewaltprävention wurde zu Beginn der Arbeit am Zertifikat zunächst ein Fragebogen für die Schülerinnen und Schüler der Schule erarbeitet. Mithilfe des Fragebogens wurde mitunter erfasst, an welchen Stellen des Schulvormittags die Kinder die größten Konfliktpotenziale sehen (Ergebnis: beim Fußballspiel, am Aufstellplatz und im Treppenhaus) und ob sie vor etwas Angst haben. Aufbauend aus der Auswertung wurden dann Schulregeln abgeleitet, bzw. die bereits bestehenden Schulregeln überarbeitet und ergänzt. Zudem hat die Arbeitsgruppe Sucht- und Gewaltprävention verbindliche Unterrichtseinheiten für den Einsatz im Sachunterricht erarbeitet (Streitschlichter, Klassensprecherwahl und Schulregeln).

Während der Fortbildungen zum Thema „Sucht- und Gewaltprävention“ konnte Frau Hofmann vor allem umfassende Kenntnisse in den Themengebieten  „Mediation“ und „Gewaltfreie Kommunikation“ erlangen. Folgende Fortbildungen wurden im Einzelnen besucht:

  • „Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt“ – Einführung in die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach M. Rosenberg 03.2011
  • „Zwischen Wut und Resignation“ – Fallverstehen als Chance schulischer Beratungsarbeit und Unterstützung im Unterricht 03.2011
  • Basisfortbildung “ Mediation – Konstruktive Konfliktbearbeitung“ (Dauer 6 Monate) 03.2012, 10.05.2012, 11.05.2012, 21.06.2012

 

Der aktuelle Stand ist der, dass die erarbeiteten verbindlichen Unterrichtseinheiten bereits von den Kolleginnen im Unterricht durchgenommen wurden und somit allen Kindern die Schulregeln bekannt und vertraut sind.

Im Oktober 2012 fand unter jeweils zwei ausgewählten Kindern der dritten und vierten Klassen ein schriftlicher Wettbewerb dazu statt, wer sich am besten mit den Schulregeln auskennt.

Das nächste Ziel besteht darin, einen Maßnahmenkatalog für das Nicht-Einhalten der Schulregeln zu erstellen. Dabei ist einerseits gleichmäßige Transparenz des Lehrerverhaltens für Kinder wünschenswert, und andererseits muss die Weiterentwicklung unserer Schule von dem Gedanken des individuellen Förderbedarfs geprägt sein. 

Der erstellte Maßnahmenkatalog steht im Lehrerzimmer zur Verfügung.

Die weiteren Arbeitsschritte bis zur Verleihung des Teilzertifikats sind der Prozessleiste zu entnehmen.

 

4.6 Weiterentwicklung eines kompetenzorientierten (Mathematik-)Unterrichts

In der Gesamtkonferenz vom 25.11.2009 wird die Weiterentwicklung eines kompetenzorientierten Mathematikunterrichts in der Grundschule („KUGS-Ma“) als neues Arbeitsvorhaben vorgestellt. Das Kollegium wird an entsprechenden Fortbildungen teilnehmen.

In der Dienstbesprechung vom 13.08.2010 werden weitere Fortbildungsplanungen in diesem Bereich thematisiert. Ein Konzept wird hierzu noch entwickelt.  

Für die Orientierungsveranstaltung (Kompetenzorientierung im Allgemeinen) ist das Kollegium bereits angemeldet. Zur Auswahl steht eine Fortbildungsreihe zur Kompetenzorientierung allgemein oder nur auf den Mathematikunterricht bezogen.

Frau Löw stellt den Antrag, an der Fortbildungsreihe zur Kompetenzorientierung im Mathematikunterricht teilzunehmen, der mit 9 Stimmen dafür und 4 Enthaltungen angenommen wird.

Im Rahmen eines pädagogischen Tages am 07.04.2011 sowie an einem weiteren Nachmittagstermin am 12.05.2011 hat das Kollegium an der Fortbildung  “Weiterentwicklung eines Kompetenzorientierten Mathematikunterrichts“ teilgenommen. Das Kollegium hat einen Reader “Mit guten Aufgaben kompetenzorientiert Mathematik unterrichten“ erhalten. In den Jahrgangsteams wurden kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen geplant, im Unterricht erprobt und anschließend evaluiert. Zudem wurde im Lehrerzimmer ein Ordner mit einer Sammlung von „guten Aufgaben“ zusammengestellt.

Des Weiteren wurde ein schulinternes Curriculum zur Umsetzung der Bildungsstandards für die einzelnen Unterrichtsfächer entwickelt.

Das Kollegium hat ebenfalls an der Fortbildung “Kompetenzorientiert unterrichten in der Grundschule“ teilgenommen, die am 16.03.2011, 02.11.2011, 14.02.2012 und 15.05.2012 stattfand.

Im Zeitraum Februar und März 2012 fanden bei allen Kolleginnen in unterschiedlichen Fächern Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung statt. Kompetenzorientierte Elemente wurden hierbei von den Lehrkräften in kurzen Unterrichtsvorbereitungen dokumentiert.

 

4.7 Planung zur Einrichtung des Ganztagsangebots nach Profil 1

In der Dienstbesprechung vom 16.01.2013 wurde eine Arbeitsgruppe für die Erstellung eines Konzeptes für die Ganztagsschule mit Profil 1 gegründet. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind: Frau Löw, Frau Dietsche, Frau Schäfer, Frau Girod, Frau Rebmann (Betreuung) sowie Mitglieder aus der Elternschaft. Ab dem Schuljahr 2013/ 2014 wird die Schule am Bürgerhaus „Ganztagsschule Profil 1“. Hierfür ist die Einrichtung einer schulinternen Steuergruppe notwendig, welche die gesetzlichen Vorgaben an die konkreten Bedingungen unserer Schule anpasst. In dieser Gruppe soll erarbeitet werden, was an unserer Schule konzeptionell ab Sommer evtl. neu eingeführt, geändert und/ oder ergänzt werden muss. Das erste Arbeitstreffen fand am 14.02.2013 statt.

Es wurde eine Bedarfsermittlung durchgeführt, um die individuellen Bedürfnisse hinsichtlich Mittagessen, bevorzugten Wochentagen und gewünschten AG-Angeboten zu erfragen.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind in der Prozessleiste sowie in den Protokollen der einzelnen Sitzungen dokumentiert (siehe Anhang).

Die Schule am Bürgerhaus ist nun seit 1 Jahr „Ganztagsschule Profil 1“. Wie die Praxis gezeigt hat, hat sich das erstellte Konzept für die Ganztagsschule mit Profil 1 ab dem Schuljahr 2013/ 2014 bewährt. Angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Schülerschaft und die konkreten Bedingungen an unserer Schule konnte im Hinblick auf Mittagessen/ Mittagsaufsicht sowie abwechslungsreichen AG-Angeboten ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden.

Der Neubau an der Schule am Bürgerhaus wurde am 7. September 2018 offiziell eingeweiht. Die Situation stellt sich nun wie folgt dar:

Der Neubau ermöglicht eine Betreuung von 150 Kindern, wobei auch die beiden ehemaligen Räume Bücherei und  Küche mitbenutzt werden. Die Bücherei wird auch am Schulvormittag genutzt. Um Platzmangel auszugleichen, ist eventuell auch eine Doppelnutzung des Mehrzweckraums angedacht, wobei dieser vorrangig als Musikraum genutzt werden soll.
In Klassenräumen findet auch die Hausaufgabenbetreuung statt. Diese Doppelnutzung kann hinsichtlich Ordnung im Klassenraum und Absprachen problematisch sein.
Derzeit sind 143 Plätze vergeben; aktuell gibt es keine Warteliste.

Auch der Putzplan wurde ab September 2018 umgestellt. Es wird nun in der Kinderoase zwischen 17 und 19 Uhr geputzt, damit die Räume morgens in der Frühbetreuung ab 7.00 Uhr sauber sind.

Die Betreuungszeiten der Kinderoase sehen wie folgt aus: 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr, 11.55 Uhr bis 15.00 Uhr oder 17.00 Uhr

Die Betreuungszeiten der Schule sind wie folgt geregelt: 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr

Die Gründung der gGmbH erfordert ein neues Ganztagskonzept, was derzeit weiterentwickelt wird. An der Arbeitsgruppe nehmen Frau Löw, Frau Dörrschuck, Frau Karl, Frau Rebmann, Frau Westenburger und Frau Dahinten teil.

Aktuell findet das Mittagessen in 2 Schichten mit je ca. 75 Kinder statt, jedoch können nur 52 Kinder pro Schicht in der Mensa essen, da Laufwege und Rettungswege frei bleiben müssen.

Derzeit kann der Neubau für 80 Kinder genutzt werden, die alten Räume für weitere 70 Kinder. Den Vorgaben zufolge rechnet man mit 2,5qm pro Kind.

Von Stadt und Kreis war von Beginn an das Essen in 3 Schichten geplant. Dies macht eine neue Rhythmisierung des Schulvormittags erforderlich. Mit 6 Stunden im Vormittag bis 13.15 Uhr können die 3 Schichten angeboten werden. Dazu müssen aber die Busfahrzeiten angepasst werden (siehe 5.7)

Die Hausaufgabenbetreuung für die 1. und 2. Klassen wird seitens der Kinderoase organisiert, die Hausaufgabenbetreuung für die 3. und 4. Klassen wird von Lehrkräften übernommen, da es nicht genug Personal in der Kinderoase gibt.

Zurzeit werden folgende AGs angeboten:

  • AGs mit Unterstützung des Fördervereins:
    • Hausaufgabenhilfe
    • Handball
    • Malatelier
    • Fußball
    • Tischtennis
  • AGs von Lehrkräften:
    • Märchen
    • Tanzwerkstatt
    • Musical
    • Bilderbücher
    • Computerkurs

 

4.8 Erstellung eines schuleigenen Förderkonzeptes bei Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben (Dezember 2013 – Juli 2014)

Wie der Prozessleiste zu entnehmen ist, wurde von Frau Schäfer und Frau Hofmann das folgende schuleigene Förderkonzept bei Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben entwickelt.

Definition

Das LRS-Konzept der Schule am Bürgerhaus bezieht sich auf besondere Schwierigkeiten im Bereich des Lesens und Schreibens. Es befasst sich mit der Diagnose und mit Fördermöglichkeiten bei Schwierigkeiten in diesem Bereich.

LRS ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Problemen, die Schüler mit normaler Intelligenz beim Erlernen des Lesens und Schreibens haben können. Er umschreibt die vielfältigen Phänomene, die zu beobachten sind, wenn ein Kind im Vergleich zu den Schülern seiner Klassenstufe über einen längeren Zeitraum hinweg überdurchschnittlich viele Fehler beim Lesen und / oder Schreiben macht.

Diese quantitative Norm ist ein erster Anhaltspunkt für das Vorliegen einer LRS.

Qualitativ gesehen sind Symptome ausschlaggebend, die sich wechselseitig bedingen und daher meist nicht isoliert auftreten.

 

Beim Lesen werden folgende Schwächen beobachtet:

  • Auslassen, Ersetzen oder Hinzufügen von Worten oder Wortteilen
  • Niedrige Lesegeschwindigkeit
  • Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes zögern oder Verlieren der Zeile im Text
  • Vertauschen von Wörtern im Satz oder von Buchstaben in den Wörtern
  • Ersetzen von Wörtern durch ein in der Bedeutung ähnliches Wort
  • Unfähigkeit, Gelesenes zu wiederholen
  • Unfähigkeit, aus dem Gelesenen Zusammenhänge zu erkennen und Schlussfolgerungen zu ziehen

 

Beim Rechtschreiben werden folgende Schwächen beobachtet:

  • Schwierigkeiten beim Schreiben von Buchstaben, Wörtern und Sätzen
  • Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten
  • Hohe Fehlerzahl beim Abschreiben von Texten
  • Grammatik- und Interpunktionsfehler
  • Häufig unleserliche Handschrift

Betrachtet man die genannten Schwächen genauer, so lässt sich folgende Zuordnung im Hinblick auf die Schuljahre vornehmen:

LRS kann vorliegen bei Kindern, die im 1./ 2. Schuljahr

  • nicht alle Buchstaben kennen
  • Schwierigkeiten beim Verbinden von Buchstaben haben (z.B. „d-a“ statt „da“)
  • Buchstaben verdrehen (z.B. „na“ statt „an“)
  • durch ratendes Lesen auffallen
  • sich das Wortbild einfacher Wörter nicht merken können
  • in geübten Diktaten viele Fehler machen
  • einfache neue Wörter nicht lesen können
  • lange Wörter nicht richtig nachsprechen können
  • Schwierigkeiten im Bereich der phonologischen Bewusstheit haben
  • Sprachentwicklungsauffälligkeiten haben


LRS kann vorliegen bei Kindern, die im 3./ 4. Schuljahr

  • noch Buchstaben verwechseln (z.B. d-b, d-g, ei-ie, b-p, a-o, d-t, g-k)
  • in ungeübten Diktaten viele Fehler machen
  • mit dem Dehnungs-h und Buchstabendoppelungen nicht umgehen können (z.B. „Bahl“ statt „Ball“, „komt“ statt „kommt“)
  • zum Auslassen und Hinzufügen von Buchstaben neigen (z.B. „Hebege“ statt „Herberge“)
  • noch nicht fließend und sinnerfassend lesen (z.B. falsche Pausen, falsche Betonung)
  • eine ungelenkte und unregelmäßige Handschrift haben

 

Ursachen für LRS

Seit es das Phänomen der LRS gibt und die Symptomatik wissenschaftlich beschrieben wurde, haben die verschiedensten Fachrichtungen Theorien über die Ursachen entwickelt. Darin eingeschlossen sind Befunde zur Genetik, zur auditiven Wahrnehmung und zur visuellen Wahrnehmung.


 
Befunde zur Genetik

LRS tritt familiär gehäuft auf (ausgehend von einem legasthenen Elternteil ist das Risiko für ein Kind, selbst eine solche Störung zu entwickeln fast 50%. Das Risiko steigt, wenn beide Eltern betroffen sind.) Ein Zusammenhang bestimmter Gene mit der Entwicklung der Lesefähigkeit ist wahrscheinlich.

 
Befunde zur auditiven Wahrnehmung

Die Wahrnehmung von Sprache und die Verarbeitung von Lauten stehen hier im Vordergrund. Unter dem Begriff Lautbewusstheit (auch phonologische Bewusstheit genannt) werden verschiedene Fähigkeiten zur Lautwahrnehmung und  -verarbeitung zusammengefasst, die beispielhaft in der nachstehenden Tabelle dargestellt sind.

  Aufgabe   Beispiele
Wort –zu-Wort   Fangen „Baum“ und „Boot“ mit dem gleichen Vergleichslaut an ?
Laute erkennen

  Welches ist der erste Laut in „Stift“?

  Oder: Hörst du ein „s“ in „Maus“?

Reime erkennen   Reimen sich „Haus“ und „Maus“?
Welches Wort reimt sich nicht?   „Haus“, „Maus“, „Laus“, „Raum“ ?
Laute trennen   Welche Laute hörst du in dem Wort „Mund“?
Laute zählen   Wie viele Laute hörst du in dem Wort „Tasse“?
Laute streichen   Bitte wiederhole das Wort „Kamm“ ohne „K“.
Laute verbinden   Welches Wort entsteht, wenn du die folgenden Laute zusammen
  ziehst? /b/ /au/ /m/?
Silben trennen   Wie viele Silben hat das Wort „Katze“?

Untersuchungsverfahren zur Überprüfung von Lautbewusstheit (aus: Schulte-Körne 2001)

Es zeigen sich bei den Legasthenikern über den Gehirnarealen, die bei der Sprachwahrnehmung normalerweise aktiv sind, deutlich geringere Aktivitätsmuster. Der Vergleich zwischen Sprach- und Tonwahrnehmung zeigt, dass bei Legasthenikern eine spezifische Schwäche für die Sprachwahrnehmung vorliegt.

Befunde zur visuellen Wahrnehmung

Im Vergleich zu den auditiven Störungen, werden die visuellen als weniger bedeutsam eingeschätzt. Spezifische Hirnregionen, die im Wesentlichen bei der Wahrnehmung und Verarbeitung von Buchstaben und Wörtern aktiviert werden, sind bei Legasthenikern geringer aktiviert. Ein weiterer Forschungsansatz beschäftigt sich mit den Blickbewegungen. Die Annahme ist, dass eine gestörte Steuerung der Blickbewegung eine weitere Ursache der Legasthenie darstellt. Neue Forschungsergebnisse unterstützen eine Annahme, dass die Integration visueller und auditiver Informationen bei der Legasthenie eine der Hauptursachen darstellt.

Auch die Eltern werden dahingehend beraten, die Wahrnehmungsverarbeitung gegebenenfalls durch einen HNO/ Päd.-Audiologen und einen Augenarzt überprüfen zu lassen.

Folgende Faktoren können zudem im Hinblick auf die Ursachen einer LRS eine Rolle spielen:

Milieunahe Faktoren:

  • Erbfaktor für LRS
  • Anregungsarmes Milieu
  • Mangelnde Sprachkultur, Dialekt
  • Zweisprachiges Elternhaus
  • Beziehungsprobleme in der Familie
  • Erziehungsfehler, z.B.: mangelndes Regelbewusstsein, Geschwisterrivalität
  • überhöhte Leistungsanforderungen
  • zu frühe Einschulung
  • Schulwechsel
  • Mehrfach lange Fehlzeiten
  • übertriebener Medienkonsum
  • sensomotorische Anregungsarmut

 

Ganz oder teilweise psychosozial bedingte Auffälligkeiten:

  • mangelndes Regelbewusstsein
  • Konzentrationsprobleme
  • Motivationsprobleme
  • Angst
  • Impulsivität
  • geringe Frustrationstoleranz
  • Kleinkindhaftigkeit
  • Depressivität
  • Hyperaktivität
  • Gedächtnismängel

 

Pränatale Einflüsse:

  • Probleme in der Schwangerschaft und bei der Geburt

 

Entwicklungsfaktoren:

  • Verzögerte / überhastete Entwicklung
  • Überspringen der Krabbelphase
  • Verspätetes Sprechenlernen
  • Defizitäre Sprachbeherrschung
  • Artikulationsmängel
  • Auffälligkeiten im Bereich der Grob- und Feinmotorik

 

Wahrnehmungsauffälligkeiten:

  • Sensorische Intregrationsstörungen (Störungen im Bereich der akustischen, visuellen und der Gleichgewichtswahrnehmung) 

 

Diagnostisches Vorgehen bei Rechtschreibschwierigkeiten

Das Kollegium der Schule am Bürgerhaus hat sich über ein einheitliches, verbindliches (falls nicht anders angegeben) Vorgehen bei der Diagnostik von Rechtschreibschwierigkeiten verständigt. Dieses wird im Folgenden tabellarisch aufgezeigt.

Rechtschreibdiagnostik – Jahrgangsstufe 1
Zeitpunkt Beobachtbare Fähigkeiten Wie wird diagnostiziert?  Wer diagnostiziert?
Schulbeginn
(spätestens direkt nach den Herbstferien)
  • schriftsprachliche Vorerfahrungen
  •  phonologische Bewusstheit
  • mündl. Sprachfähigkeit
  • Kompetenzen in Wahrnehmung
  • Motorische Fähigkeiten
  • freies / kreatives Schreiben mithilfe der Anlauttabelle (>Schreibergebnisse der Kinder genau analysieren)
  • Lautierübungen / Heraushören von Anlauten, Inlauten und Auslauten
  • Silbenschwingen
  • Erzählkreise
  • Zu Bilderbüchern, Bildern etc. erzählen lassen
  • Deutschlehrerin
  • ev. Beratungs-lehrerin
  • ev. LRS Beauftragte

Wichtig:
Eltern mit einbeziehen

Mitte der
Klasse 1
(Dezember-
Februar) 
  • Stand der Rechtschreibkompetenz
  • erste Rechtschreibstrategien erkennbar?
  • HSP 1 mit allen Kindern der Klasse
  • freies / kreatives Schreiben (mit oder ohne Hilfe der Anlauttabelle)
  • Deutschlehrerin
  • ev. LRS Beauftragte
Ende Klasse 1
  • Stand der Rechtschreibkompetenz
  • Rechtschreibstrategien erkennbar?
  • HSP 1 mit allen Kindern der Klasse
  • freies / kreatives Schreiben (ohne Hilfe der Anlauttabelle) > detaillierte Fehleranalyse der entstandenen Kindertexte
  • Deutschlehrerin
  • ev. LRS Beauftragte

Wichtig: Gespräche mit Eltern

Rechtschreibdiagnostik – Jahrgangsstufe 2
 Zeitpunkt Beobachtbare Fähigkeiten  Wie wird diagnostiziert? Wer diagnostiziert?
Mitte der Klasse 2
(Dezember – Februar)
  • Stand der Rechtschreibkompetenz, z.B.:
  • Wörter mit st / sp
  • Wörter mit ie
  • „er“ statt „a“ am Wortende
  • Auslaute
  • Groß- und Kleinschreibung
  • kennt Kind alle Buchstaben?
  • verdreht Kind Buchstaben (z.B. „na“ statt „an“)
  •  HSP 1
  • Rechtschreibleiter – Test zur Erfassung der alphabethischen Schreibstufe
  • Rechtschreibleiter – Test zur Erfassung der orthografischen Schreibstufe
  • regelmäßiges freies, kreatives Schreiben
  • Lernwörterdiktate
  • Deutschlehrerin
  • ev. Beratungs-lehrerin
  • ev. LRS Beauftragte

 

Wichtig:

Eltern mit einbeziehen

 

Ende der Klasse 2

 

 s.o.
  • HSP 2 (unverbindlich, d.h. jede Lehrkraft entscheidet selbst und nach Bedarf, ggf. auch nur mit auffälligen und bereits diagnostizierten LRS – Kindern durchführen)
           s.o.
Rechtschreibdiagnostik – Jahrgangsstufe 3
Zeitpunkt Beobachtbare Fähigkeiten   Wie wird diagnostiziert?   Wer diagnostiziert?
Mitte und Ende der Klasse 3
  • Stand der Rechtschreibkompetenz, z.B.:
  • Wörter mit st / sp
  • Wörter mit ie
  • „er“ statt „a“ am Wortende
  • Auslaute
  • Groß- und Kleinschreibung
  • doppelter Mitlaut
  • Wörter mit tz / ck
  • Dehnungs-h
  • Buchstabenverwechslung? (z.B. b-d / ei – ie etc)
  • werden Buchstaben beim Schreiben ausgelassen oder Überflüssige hinzugefügt ?
  • Stand der Rechtschreibstrategien
  • Ableiten
  • Verlängern
  • Silbenschwingen
  • (Merkwörter)
  • HSP 3 (Mitte Klasse 3 verbindlich, Ende Klasse 3 unverbindlich)
  • Rechtschreibleiter – Test zur Erfassung der morphematischen Schreibstufe
  • regelmäßiges freies, kreatives Schreiben, Geschichtenschreiben etc.
  • Diktate
  • Deutschlehrerin
  • ev. LRS Beauftragte

Wichtig: Eltern mit einbeziehen und bei Auffälligkeiten auch ggf. außerschulische Diagnostik empfehlen (z.B. im SPZ oder LOS)

Rechtschreibdiagnostik – Jahrgangsstufe 4
 Zeitpunkt  Beobachtbare Fähigkeiten  Wie wird diagnostiziert?  Wer diagnostiziert?

Mitte Klasse 4

 

  • Stand der Rechtschreibkompetenz, z.B.:
  •  Wörter mit st / sp
  • Wörter mit ie
  • „er“ statt „a“ am Wortende
  • Auslaute
  • Groß- und Kleinschreibung
  • doppelter Mitlaut
  • Wörter mit tz / ck
  • Dehnungs-h
  • Wörter mit qu /x / v
  •  Buchstabenverwechslung? (z.B. b-d / ei – ie etc)
  • werden Buchstaben beim Schreiben ausgelassen oder Überflüssige hinzugefügt ?
  • werden Wörter häufig unterschiedlich geschrieben?
  • Stand der Rechtschreibstrategien
  • Ableiten
  • Verlängern
  • Silbenschwingen
  •  (Merkwörter)
  • HSP  4 / 5
  • regelmäßiges freies, kreatives Schreiben, Geschichtenschreiben etc.
  • Diktate
  • Deutschlehrerin
  • ev. LRS Beauftragte

Wichtig:

Eltern mit einbeziehen und bei Auffälligkeiten auch ggf. außerschulische Diagnostik empfehlen (z.B. im SPZ oder LOS)

Lesediagnostik – Jahrgangsstufe 1
Beobachtbare Fähigkeiten Wie wird diagnostiziert? Wer diagnostiziert?
  • phonologische Bewusstheit (Heraushören von Lauten)
  • Buchstabenkenntnis
  • Laut-Buchstaben-Zuordnung bekannt
  • Silbenschwingen
  • Ganzheitliches Erfassen häufiger Wörter, Silben, Wortbausteine
  • Sinnerfassendes Lesen
  • Lautierübungen / Heraushören von Anlauten, Inlauten und Auslauten
  • Lese-Mal-Blätter
  •  Lehrwerksspezifische Lernstandstests
  • Richtige von falschen Sätzen unterscheiden
  • Deutschlehrerin

 

Wichtig:

Eltern mit einbeziehen

  Lesediagnostik – Jahrgangsstufe 2 – 4
Beobachtbare Fähigkeiten Wie wird diagnostiziert?  Wer diagnostiziert?
  • phonologische Bewusstheit (Heraushören von Lauten)
  • Buchstabenkenntnis, einschließlich der Besonderheiten im Deutschen (z.B.: ei / sp / sch / eu / st / äu …)
  • Laut-Buchstaben-Zuordnung bekannt
  • Syntehese von Lauten in einfachen und komplexen Silben
  • Ganzheitliches Erfassen häufiger Wörter, Silben, Wortbausteine
  • Sinnerfassendes Lesen
  • angemessenes Lesetempo
  • deutliche Artikulation und Verständlichkeit
  • Erkennung von Kernaussagen
  • Unterscheidung von Frage- und Aussagesätzen durch angemessene Betonung
  • Einsatz von Lesetrategien (elaborative Strategien, reduktive Strategien, Metastrategien)
  • Lese-Mal-Blätter
  •  Lehrwerksspezifische Lernstandstests
  • Stolperwörter Lesetest
  • lautes Vorlesen im Klassenverband
  • Fehler in Texten erkennen
  • Fragen zu Texten beantworten
  • Texte in Abschnitte gliedern und Überschriften finden
  • Deutschlehrerin

 

Dokumentation und Fördermöglichkeiten bei LRS

Bereich Lernstandserhebung/ Diagnose Fördermöglichkeiten

Phonologische Bewusstheit

 

  • Laute heraushören (Anlaut / Inlaut / Auslaut)
  • Silben schwingen / klatschen
  • Lehrwerksbegleitende
  • Diagnosetests
  • Bewegtes Lernen (je nachdem, ob der Laut am Anfang, in der Mitte oder am Ende zu hören ist, wird eine entsprechende Bewegung ausgeführt)
  • Gebärdensprache
Rechtschreibung HSP – Hamburger Schreibprobe 1-4: Überprüfung der Rechtschreibleistung mit besonderer Beachtung der verschiedenen Strategien
  • LRS-Kurs für 3./ 4.
  • Schuljahr differenzierende Maßnahmen im Unterricht im Rahmen des Nachteilsausgleichs
Lesen
  • Stolperwörterlesetest
  • Orientierungsarbeiten 3. Schuljahr
  • Lesebegleiter (1. Schuljahr)
  • LRS Kurs
  • Lesepatenschaften
  • Schulbücherei
  • Lesestunden im Unterricht

 

Fördermöglichkeiten im Hinblick auf die Sinnentnahme beim Lesen:

1 Satz lesen lassen und im Anschluss fragen, was in dem Satz steht;wenn der Inhalt nicht wiedergegeben werden kann, lässt man das Kind den Satz noch einmal lesen, so lange, bis es den Sinn des Satzes verstanden hat und wiedergeben kann. (Es kann durchaus vorkommen, dass ein Satz 3-, 4mal gelesen werden muss.) 

Silben klatschen, Silbenbögen unter die Wörter malen lassen.

Weitere Möglichkeiten der Förderung:

  • Bild-Wort-Memory
  • Silbenmemory
  • Silben-Domino
  • Wörter aufbauen (W – Wa- Wal)

Differenziertes Material zur Leseförderung kann bei der Durchführung von sogenannten Lesekonferenzen durchgeführt werden.

Jedes Kind bringt seine eigenen, ganz individuellen Erfahrungen in die Begegnung mit Texten ein. Um das Gelesene mit dem bereits vorhandenen (Welt-)Wissen zu verknüpfen, ist es wichtig, sich darüber zu verständigen. Die Fähigkeit aber, einen gelesenen Text nicht nur aufzunehmen, sondern ihn auch zu verstehen und sich darüber im Gespräch auszutauschen, ist nicht automatisch gegeben, sie muss erworben werden.

Mit Lesekonferenzen werden die Kinder beispielsweise ab dem 1. Schuljahr an die Arbeit mit Texten herangeführt:

  • den Text leise für sich zu lesen
  • die Geschichte in Kleingruppen vorlesen
  • Fragen zum Inhalt beantworten
  • den Text mit eigenen Worten zusammenfassen
  • überlegen, wie es weitergehen könnte

 

Förderplan

Nach der diagnostischen Phase werden die Informationen genutzt, um eine Förderplanung zu gestalten, die beim Bedarf des Kindes ansetzt. Dabei sollten realistische und herausfordernde Ziele gesetzt werden. Eine Fokussierung auf wenige Ziele ist hilfreich, um eine Überforderung der Beteiligten zu vermeiden. Laut Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses sind die Eltern über die Schwierigkeiten ihres Kindes und über den individuellen Förderplan zu informieren und zu beraten. Die Eltern werden in die Planung der pädagogischen Maßnahmen miteinbezogen. Ein Miteinbeziehen der Eltern und der Kinder in die Planungsphase erhöht die Bereitschaft zur Mitarbeit, gerade wenn ein Teil der Förderung auch außerschulisch erfolgen soll.

 

Förderbereiche, die bei der Erstellung eines Förderplans relevant sind:

  • Phonologische Bewusstheit: Hören, Reimen, Silben segmentieren, An- und Endlaute sowie Laute in der Mitte identifizieren
  • Zuordnung Laut/ Buchstabe in folgender Reihenfolge: Vokale, dehnbare Konsonanten, Plosivlaute
  • Buchstaben zu Lauten verbinden/ Synthese/ Analyse
  • Silben zu Wörtern verbinden
  • Schreiben lautgetreuer Wörter; Wörter mit dehnbaren Konsonanten, Wörter mit Konsonantenhäufungen

 

Fördermaßnahmen haben zum Ziel …

  • die Stärken der betroffenen Schüler herauszufinden und ihnen bewusst zu machen (Ermutigung, Erfolgserlebnisse vermitteln).
  • Lernhemmungen und Lernblockaden abzubauen, Lust auf Lesen und Schreiben zu wecken.
  • Arbeitstechniken und Lernstrategien zu vermitteln.

 

Folgende Fördermaßnahmen kommen in Betracht:

  • Unterricht in besonderen Lerngruppen (Die Teilnahme an der Fördergruppe ist für die Kinder mit besonderen Schwierigkeiten verpflichtend.
  • Binnendifferenzierung
  • Nachteilsausgleich (z.B. Ausweitung der Arbeitszeit bei Klassenarbeiten, Bereitstellung und Zulassen von technischen und didaktisch-methodischen Hilfsmitteln wie Computer, Wörterbuch, differenzierte Aufgabenstellungen z.B. verringertes Arbeitspensum)
  • Der Nachteilsausgleich wird in der Klassenkonferenz gewährt.
  • Besondere Regelungen für Leistungsfeststellung und Bewertung
  • (z.B. stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen, vorübergehender Verzicht auf  eine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistungen in allen betroffenen Unterrichtsgebieten)
  • Besondere Regelungen für die Zeugniserstellung
  • (In begründeten Ausnahmefällen können die Lese-Rechtschreibleistungen bei der Zeugnisnote unberücksichtigt bleiben. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz. Es erfolgt eine Bemerkung im Zeugnis, z.B.: „Die Deutschnote bezieht sich nicht auf die Lese- und Rechtschreibleistung.“)
  • Besondere Regelung für die Erteilung von Abschlüssen

(Besondere Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben sind kein hinreichender Grund für eine Nichtversetzung, die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs oder die Verweigerung des Übergangs in eine weiterführende Schule).

 

Evaluation des Förderplans

Ziel der Förderung ist es, die Schwierigkeiten des Schülers abzubauen. Hierfür sind eine regelmäßige Überprüfung des Förderplans und darauf  folgend eine Anpassung der Fördermaßnahmen und -ziele notwendig. Die individuelle Lernentwicklung wird einmal im Schulhalbjahr fortgeschrieben.

Übergeordnete Fragen hierbei sind:

  • Wie muss der Förderplan angepasst werden?
  • Welche Förderziele wurden erreicht?
  • Welche Fördermaßnahmen waren hilfreich?
  • Welche Fördermaßnahmen müssen fortgesetzt werden?
  • Welche Fördermaßnahmen müssen beendet werden?

Am Ende der Überprüfung steht entweder die Fortführung der Förderung mit einem angepassten Förderplan oder die Beendigung der Förderung, da die Schwächen ausgeglichen sind. 

 

Materialien zur Förderung bei LRS:

Förderhefte:

  • Michel, H.-J.: Fit trotz LRS; FRESCH (Freiburger Rechtschreibschule) Grundlagen – Diagnosemöglichkeiten – praktische Übungen zum Thema LRS. AOL, 2013.
  • Rinderle, B.: Fit trotz LRS mit Harry und Tess. Übungen und Strategien für LRS Kinder. AOL, 2008.
  • Rinderle, B.: Fit trotz LRS; Übungen und Strategien für LRS Kinder Bd.3. AOL, 2013.
  • Schubert-Klemenz, S.: LRS im Förderunterricht der rundschule. Praxisbewährte Materialien auf Signalgruppen – und Morphemebene ab 2. Klasse. Persen 2013.
  • Ganser, B.: Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten – Fördermaterialien. Auer 2012.
  • Hilgenkamp, B.: Ich kann richtig schreiben 3. Lehrerbegleitheft. Ernst Klett, 2014.
  • Hilgenkamp, B.: Ich kann richtig schreiben 3. Ernst Klett, 2013.

 

Sammelbände:

  • Rechtschreibleiter, Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen. Alphabetischer Bereich, Stufen 1-6.
  • Rechtschreibleiter, Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen. Orthografischer Bereich, Stufen 7-11.
  • Rechtschreibleiter, Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen. Morphematischer Bereich, Stufen 12-16.
  • Ortografikus Band 1. Strategiebezogene Rechtschreibkurse von der Diagnose zur Förderung. Förderkurse 1-5: Ableitungen. Finken 2005.
  • Ortografikus Band 2. Strategiebezogene Rechtschreibkurse von der Diagnose zur Förderung. Förderkurse 6-9: Schärfung und Dehnung. Finken 2005.
  • Ortografikus Band 3. Strategiebezogene Rechtschreibkurse von der Diagnose zur Förderung. Förderkurse 10-15: Großschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Wortbausteine, Silbentrennung, Satz- und Redezeichen, Entscheidungsfälle im Textzusammenhang. Finken 2005.
  • Sprache erwerben. Hören, Verstehen, Schreiben. Finken 2006.

 

Literaturempfehlung

Firnhaber, Mechthild (2007). Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen. Wie Eltern und Lehrer Risiken frühzeitig erkennen und helfen können. 3. Stark erweiterte Neuauflage. Fischer (TB), Frankfurt.

Hasselhorn, Marcus, Schneider, Wolfgang, Marx, Harald (2000). Diagnostik von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Hogrefe, Göttingen.

Küspert, Petra (2003). Neue Strategien gegen Legasthenie – Lese- und Rechtschreib-Schwäche: Erkennen, Vorbeugen, Behandeln. Oberstebrink Verlag, Ratingen-Lintorf.

Schulte-Körne, Gerd (2001). Legasthenie: erkennen, verstehen, fördern. Verlag Dr. Winkler, Bochum.

Schulte-Körne, Gerd (2001). Lese-Rechtschreibstörung und Sprachwahrnehmung. Waxmann Verlag, Münster.

Schulte-Körne, Gerd (2002). Legasthenie: Zum aktuellen Stand der Ursachenforschung, der diagnostischen Methoden und der Förderkonzepte. Verlag Dr. Winkler, Bochum.

Scgulte-Körne (2009). Elternratgeber Legasthenie. Knaur, München.

Schulte-Körne (2007). Legasthenie und Dyskalkulie: Aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft, Schule und Gesellschaft. Verlag Dr. Winkler, Bochum.

Sellin, Katrin (2008). Wenn Kinder mit Legasthenie Fremdsprachen lernen. Ernst Reinhardt Verlag, München.

Thomé, Günther (2004). Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) und Legasthenie. Eine grundlegende Einführung. Beltz Verlag, Weinheim.

Warnke, Andreas, Hemminger, Uwe, Plume, Ellen (2004). Ratgeber Lese-Rechtschreibstörung. Hogrefe-Verlag, Göttingen.

 

4.9 Entwicklung eines Methodenkonzeptes (2014) 

Im Februar 2014 wurde eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Frau Löw und Frau Gaußmann – gegründet. Nachdem die Arbeitsergebnisse auf der Dienstbesprechung vom 19.05.2014 zur Überarbeitung im Kollegium verteilt wurden, hat die Arbeitsgruppe das Konzept anhand der Rückmeldungen am 27.06. 2014 überarbeitet.

 

5. Zukünftige Arbeitsvorhaben

5.1. Entwicklung eines Medienkonzeptes (seit August 2013)

Frau Bauer-Pirl, Frau Muhl und Frau Karl arbeiten an der Entwicklung eines Medienkonzeptes.

5.2 buddY-Projekt (seit September 2013) 

Frau Muhl und Frau Karl nehmen am buddY-Grundlagentraining teil, das über einen Zeitraum von zwei Jahren läuft (siehe Prozessleiste).

 

5.3 Teilzertifikat Lehrerinnen- und Lehrergesundheit (seit Februar 2014)  

Mit dem Ziel, das Zertifikat “Gesunde Schule“ zu erlangen, hat sich das Kollegium dafür ausgesprochen, das Teilzertifikat Lehrerinnen- und Lehrergesundheit als ein weiteres Arbeitsvorhaben in die Schulprogrammarbeit aufzunehmen. In der Dienstbesprechung vom 10.02.2014 wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus 4 Lehrkräften unserer Schule gegründet. Zunächst wurde der Ist-Zustand ermittelt. Ein Fragebogen mit Denkanstößen zur Lehrergesundheit wurde anschließend entwickelt, an das Kollegium verteilt und ausgewertet.

 

5.4 Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ (seit Mai 2016)

Das Gesundheitsteam der Schule am Bürgerhaus setzt sich nun seit Mai 2016 zusammen aus Koordinierenden der bisher erworbenen Teilzertifikate, Frau Muhl (Sucht- und Gewaltprävention), Frau Dietsche (Lehrergesundheit, Bewegung und Wahrnehmung, Ernährung), einer interessierten, neu hinzukommenden Kollegin, Frau Gödicke und einer Elternvertretung, sowie einem Mitglied der Schulleitung, Frau Löw.

Das neu gebildete Gesundheitsteam begleitet, steuert und dokumentiert die Weiterentwicklung gesundheitsbezogener Arbeitsschwerpunkte an der Schule mit dem Ziel:

„Gesundheitsfördernde Schule“ (siehe Prozessleiste zum Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“).

Die Fortschreibung des Teilzertifikats „Ernährung & Verbraucherbildung gestaltet sich wie folgt:

Welche Vorhaben wurden fortgeführt und sind Teil der täglichen Praxis geworden?

Nach einer Evaluation Ende Mai 2012 stellte sich heraus, dass alle Kolleginnen die zentralen Elemente unseres Ernährungszertifikates bejahen und diese in den Klassen weiterführen.

Täglich wird wird von Kollegen, Kindern und Eltern folgendes Ernährungskonzept umgesetzt:

  • Es gibt täglich ein gemeinsames, gesundes Pausenfrühstück in allen Klassen
  • Wasser ist alleiniges Getränk in der Klasse
  • Die Schüler der dritten Klassen machen den Ernährungsführerschein
  • Jede Klasse durchläuft pro Schuljahr eine U-Einheit zur gesunden Ernährung
  • Regelmäßig findet in den ersten Klassen ein Elternabend mit Vorstellung der gesunden Schule und ihrer Merkmale statt. Geleitet wird dieser Elternabend von Frau Neutzner, Ökotrophologin, Gesundheitsamt OF
  • Pro Schuljahr finden zwei Projekttage zur „Gesunden Schule“ statt, zusätzlich werden im Rahmen des Sachunterrichts, in den ersten und zweiten Klassen, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, Gesundheitstage für die Klasse organisiert
  • Zahnprophylaxe

Was wurde aus welchen Gründen nicht weiterverfolgt?

Das „Apfelprojekt“ wurde nicht weiter verfolgt. Es besteht keine Notwendigkeit. Die Schüler haben sowohl Obst als auch Rohkost in ihrer Frühstücksdose.

Welche neuen Vorhaben wurden entwickelt und wie haben sich diese bewährt?

Aus einem zuckerfreien Vormittag in einer Woche wurde ganz schnell eine zuckerfreie Woche.

Der zuckerfreie Vormittag einmal in der Woche hat dazu geführt, dass alle Kinder mit Eltern darauf geachtet haben, jeden Vormittag ein gesundes Frühstück dabei zu haben. Unsere Schüler haben sich gegenseitig zu einem gesunden Essverhalten erzogen. Oft konnte man beobachten, dass die Schüler in der Frühstückspause ihr mitgebrachtes Frühstück begutachteten und sich gegenseitig darauf aufmerksam machten, wenn etwas „Ungesundes“ dabei entdeckt wurde.

Das Vorhaben zuckerfreie Woche wurde somit zum Selbstläufer.

Welche neuen Herausforderungen haben sich ergeben?

Viele unserer Schüler, Jugendliche und Erwachsene haben Ernährungsprobleme. Nachlassende Ernährungserziehung durch das Elternhaus machen es vielen Kindern schwer, den Ernährungsbedürfnissen ihres Körpers gerecht zu werden.

Ständig müssen wir die Ernährungssituation und Ernährungsweise von unseren Schülern hinterfragen und gestaltend verändern. Unsere Kinder werden auf gesunde Ernährung sensibilisiert.

Der Gesundheitserziehung in der Schule kommt eine besondere Rolle zu.

Gemeinsames Essen am Tisch wird auch in der KinderOase gepflegt.

Um unsere Schüler zu einer kritischen Reflexion des eigenen Ernährungsverhaltens zu befähigen, muss  deutlich werden, dass gesunde Ernährung Spaß machen kann. Dazu schaffen wir im Unterricht Möglichkeiten, Speisen zuzubereiten und diese gemeinsam, am schön gedeckten Tisch, zu essen. Eine Gelegenheit dazu bieten die Projekttage zum Thema „Gesunde Ernährung“.

Folgende Unterrichtseinheiten wurden bereits durchgeführt:

„Rund um die Kartoffel“
„Rund um den Apfel“
Speisen aus anderen Ländern
Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 findet an unserer Schule ein Ernährungskurs mit Bewegungselementen statt. Die Schule signalisiert dadurch eine Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen (Ernährungsberaterin).

Ausblick

Zukünftig kann an der Schule am Bürgerhaus das Thema „Ernährung“ im praktischen Teil noch mehr ausgebaut werden. Durch den Anbau bzw. Ausbau der Schule im Jahr 2017 steht die Küche der KinderOase für den Unterricht oder AGs am Nachmittag zur Verfügung.

 

5.5 Entwicklung eines DaZ-Konzeptes 

Nach einem pädagogischen Tag im Jahr 2016, der von der Steuergruppe, bestehend aus Frau Gaußmann, Frau Gödicke und Frau Bauer-Pirl, geplant und abgehalten wurde, wird das DaZ-Konzept unserer Schule immer weiter entwickelt, um es auf dem neuesten Stand zu halten.
Die aktuellen Förderpläne für DaZ-Kinder wurden dem Kollegium bereits  vorgestellt und werden von den Kolleginnen genutzt. Ebenso wurde ein gesondertes Zeugnisformular, nach den Vorgaben des SSA entwickelt.
Die Intensivkurse (aktuell 4 verschiedene Gruppen) laufen zurzeit mit 2-4 Stunden pro Woche. Zudem findet an unsrer Schule auch ein Vorlaufkurs für Kindergartenkinder statt, durch den diese ihre Sprachkenntnisse bis zum Schuleintritt verbessern können.

Folgende Punkte des DaZ-Konzepts befinden sich derzeit aktuell noch in Bearbeitung und stehen kurz vor dem Abschluss.

  • Sprachförderung an unserer Schule
  • Strukturierung der Intensivkurse
  • kooperation im Hinblick auf den Übergang 4 nach 5

 

5.6 Entwicklung eines Schutzkonzeptes (seit Februar 2018)

Frau Dörrschuck und Frau Maczey besuchten im Schuljahr 2017/ 18 und 2018/ 19 eine Fortbildungsreihe „Prävention sexueller Gewalt im schulischen Kontext“, in der es auch um die Entwicklung eines schuleigenen Schutzkonzeptes geht. Die Kolleginnen haben im Februar 2018 an der Fachtagung „Verhalten – Vorgehen – Vernetzen. Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen“ des Netzwerks gegen Gewalt in Frankfurt teilgenommen.

Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen vor der Herausforderung, diesen jungen Menschen geschützte Räume anzubieten. Die Schule am Bürgerhaus will Bedingungen schaffen, die das Risiko senken, zum Tatort von sexueller Gewalt zu werden. Zudem sollen Mädchen und Jungen Hilfe durch Ansprechpersonen finden, wenn ihnen dort oder andernorts – beispielsweise im familiären Umfeld – sexuelle Gewalt angetan wird.

Mit Hilfe eines Schutzkonzeptes soll der Schutz der Kinder nicht dem Zufall überlassen bleiben. Durch die Reflexion der eigenen Haltung und Konkretisierung des Leitbildes erhält die Thematik den angemessenen Stellenwert. Ein besonders wichtiger Baustein ist die Transparenz über die Zuständigkeiten der an der Schule arbeitenden Personen. Eine Kultur des aufmerksamen Hinschauens ist bedeutender Teil der Prävention. Dabei spielt es eine große Rolle, dass alle Beteiligten miteinander in Kontakt sind und einander informieren. Ein Interventionsplan für den Ernstfall soll Handlungssicherheit schaffen und Berührungsängste mit der Thematik abbauen.

Diese grundlegenden Aspekte wurden auf der pädagogischen Konferenz am 20. August 2018 vorgestellt (Die Präsentation ist bei Frau Maczey erhältlich). Es geht darum, an unserer Schule einen präventiven Ansatz zu verfolgen nach dem Grundsatz „Schüler schützen und Täter erkennen“. Ziel ist es, in unserer Schule einen Schutzraum gegen sexualisierte Gewalt zu entwickeln und zu gestalten. Der Antrag zur Entwicklung eines Schutzkonzepts wird einstimmig angenommen. Frau Dörrschuck und Frau Maczey werden auf diesem Gebiet weiterarbeiten und das Kollegium in regelmäßigen Abständen über die Konzeptentwicklung informieren.

 

5.7 ETEP – Entwicklungstherapie und Entwicklungspädagogik (seit September 2017)

Im Schuljahr 2017/ 18 haben Frau Gaußmann und Frau Muhl an der ETEP-Fortbildung teilgenommen. Die grundlegenden Aspekte wurden auf der pädagogischen Konferenz am 20. August 2018 vorgestellt. Die beiden Kolleginnen stehen als Ansprechpartnerinnen zu Verfügung.  Die Präsentation ist bei Frau Gaußmann erhältlich und weitere Informationen und Formulare sind in einem Ordner im Lehrerzimmer verfügbar.

Die vier Leitgedanken hinter dem Konzept der EntwicklungsTherapie und EntwicklungsPädagogik richten die Aufmerksamkeit weg von den Inhalten hin zu den Verhaltensweisen der SuS. Es geht darum, den Blick auf die Stärken des Schülers zu richten sowie der Entwicklungslogik zu folgen, den Schüler nicht zu überfordern und somit Freude und Erfolg zu gewährleisten. Auf diese Weise werden dem Schüler bedeutsame Erfahrungen ermöglicht (Lebensweltorientierung). Grundlage des Handelns ist das Stufenmodell der emotionalen und sozialen Entwicklung (nach Erich).

Der Lernziel-Diagnose-Bogen ELDiB gibt einen Überblick über die jeweilige Entwicklungsstufe des Schülers. Dieser ist in vier Verhaltensbereiche auf je fünf Stufen unterteilt (Verhalten, Kommunikation, Sozialisation, Schulleistung).

Als die wichtigsten Strategien zur Verhaltenssteuerung für den Unterricht gelten

  • Positives Feedback und Lob
  • Umlenkung und Umgestaltung
  • Reflexion (Spiegelung)
  • Regeln
  • Kommunikation zwischen Leitung und Assistenz

 

5.8 Konzeptentwurf zur Optimierung der zeitlichen Rhythmisierung (seit September 2018)  

Das Stundenplankonzept der Schule am Bürgerhaus bildet die Grundlage für die Erstellung des Stundenplanes. Es ist entstanden aus einer Planungsgruppe unter Beteiligung der Kolleginnen, Einflüssen aus den verschiedenen Fachkonferenzen, Berücksichtigung von Kooperationen sowie örtlichen & schulischen Besonderheiten.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Frau Löw, Frau Dörrschuck, Frau Karl und Frau Maczey.

Derzeitige Rhythmisierung des Schultages der SamB:

·         Zurzeit beginnt der Unterricht erst um 8.15 Uhr, weil der Bus, welcher die Kinder aus dem Rollwald zur Schule bringt, erst um 8.08 Uhr an der Schule ankommt.

·         Auch der restliche Schultag ist nach den Fahrtzeiten des Stadtbusses ausgerichtet.

·         Unterrichtsende ist um 11.55 Uhr oder um 12.55 Uhr.

·         Auf Grund des späten Unterrichtsbeginns (siehe oben), ist es nicht möglich, mehr als 5 Unterrichtsstunden in den Vormittag zu integrieren.

Angaben zum aktuellen und langfristigen Bedürfnis einer optimierten Rhythmisierung des Schultages:

Die derzeitige Rhythmisierung stellt eine hohe Beanspruchung für die Kinder, Lehrer und Mitarbeiter dar.

Kinder, die im dritten und vierten Schuljahr den Förderunterricht und die Betreuung besuchen, haben in der Zeit zwischen 8.15 und 14.30 lediglich 35 Minuten freie Spielzeit und keine Zeit für ein entspanntes Mittagessen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Unterrichtsvormittag lediglich in 5 statt 6 Unterrichtsstunden gegliedert ist. Somit sind diese Kinder verpflichtet, einen Teil ihrer Hausaufgabenzeit zu opfern, um ein Mittagessen zu sich nehmen zu können. Dies ist generell nicht mit der Aufgabe der Fürsorge der Schule für ihre Schülerinnen und Schüler vereinbar. Zudem wurde der Schule am Bürgerhaus das Zertifikat „Gesunde Schule“ verliehen. Diesem möchte sie in Zukunft durch die Optimierung der zeitlichen Rhythmisierung weiterhin gerecht werden. Schließlich ist es nicht mit dem Gedanken der Gesunderhaltung vereinbar, wenn sich ein Kind auf Grund notwendiger und angemessener Förderung zwischen der Möglichkeit, ein Mittagessen zu sich zu nehmen und Hausaufgaben zu machen, entscheiden muss. Förderunterricht sollte keine zusätzliche Belastung für die Kinder darstellen und ihnen die Zeit der Entspannung zur Mittagszeit rauben.

Langfristige Perspektive:
Es wird künftig immer mehr Kinder geben, die das Ganztagsangebot nutzen, so dass dieses auf die Bedürfnisse der steigenden Anzahl an Kindern angepasst werden muss. Langfristiges Ziel ist es, dass zwischen der zweiten Hofpause (12.10 Uhr) und dem Ende der Hausaufgabenzeit (14.30 Uhr) allen Kindern die Möglichkeit einer Mittagspause (zum Essen und Entspannen) gegeben wird.

Die Betreuungsräume bieten nur ausreichend Platz bieten für ca. 50 Kinder, die gleichzeitig in der Mensa ein Mittagessen einnehmen können. Doch es haben in der Regel immer mehr als 50 Kinder gleichzeitig  Unterrichtsschluss. Mehr Flexibilität wäre hier durch eine Umstellung auf 6 Unterrichtsstunden gegeben. Dann wären problemlos drei Essensschichten möglich, die die Situation enorm entspannen könnten.

Wünschenswert wäre eine Rhythmisierung des Schultages nach folgenden Vorgaben:

  • flexiblere Gestaltung des Schulvormittags durch Aufbrechen des 5-stündigen Vormittags und Einrichtung von 6 Unterrichtsstunden,
  • Grundversorgung & Ganztagsversorgung sind gewährleistet,
  • am Kind orientierte Rhythmisierung des gesamten Schultages unter Berücksichtigung des Ganztags
  • Einrichtung von drei (statt bisher nur zwei) Essenszeiten in der KinderOase
  • Optimierung der Lernbedingungen durch Förderunterricht am Vormittag
  • Der Vormittagsunterricht beginnt um 8.00 Uhr oder 8.45 Uhr, findet bis 11.30/ 12.30/ 13.15 Uhr statt und wird in vier bis sechs Unterrichtsstunden organisiert. Der Status der verlässlichen Grundschule mit den entsprechenden Betreuungsangeboten und dem garantierten Vertretungsunterricht bleibt erhalten.

Der Vorschlag für die neue zeitliche Gestaltung stellt sich wie folgt dar:

  Zeitraum   Unterricht/Betreuung
  7:30 Uhr – 8:00 Uhr   Frühbetreuung 
  8:00 Uhr – 9:30 Uhr   1. & 2. Unterrichtsstunde
  9:30 Uhr – 9:40 Uhr   Frühstückspause
  9:40  Uhr- 10:00 Uhr   1. Hofpause
  10:00 Uhr – 11:30 Uhr   3. & 4. Unterrichtsstunde
  ab 11:30 Uhr   Öffnung der Betreuung für Kinder, die nach
  der 4. oder 5. Stunde Unterrichtsschluss
  haben (Mittagessen)
  11:30 Uhr – 11:45 Uhr   2. Hofpause
  11:45 Uhr – 13:15 Uhr   5. & 6. Unterrichtsstunde
  ab 13:15 Uhr   Ende des Pflichtunterrichts
  13:15 Uhr – 13:45 Uhr   Mittagspause
  13:15 Uhr – 14:00 Uhr   AG-Angebote
  13:45 Uhr – 14:30 Uhr   Hausaufgabenzeit/AG-Angebote