Unser Schulprofil

Schulprogramm der Schule am
Bürgerhaus

 

1.   Grundzüge unserer Schule

 1.1. Schulsystem und Unterricht

Die zurzeit ca. 200 Schülerinnen und Schüler der Schule am Bürgerhaus kommen aus dem südlichen und süd-östlichen Bereich und dem Kernbereich des Rodgauer Ortsteils Nieder-Roden. Es gibt zwei Schulbezirke in Nieder-Roden, des Öfteren werden Gestattungsanträge an die andere Grundschule (Gartenstadtschule) gestellt, da diese bereits offene Ganztagsschule ist und die Kinder viel länger und auch in den Ferien betreuen kann.

Der Schulvormittag ist in drei Unterrichtsblöcke eingeteilt, die von Frühstücks- und Spielpausen unterbrochen werden. Die Unterrichtsblöcke werden mit Lern-, Spiel- und Bewegungsphasen je nach Altersstufe gestaltet. Wesentliche Elemente der unterrichtlichen Arbeit sind z.B. Tages- und Wochenplanarbeit, Arbeit an Projekten, Morgenkreis. Jede Klassenlehrerin unterrichtet im ersten und zweiten Schuljahr möglichst viel in der eigenen Klasse, so dass der Fachunterricht erst ab der dritten Klasse zunimmt.

Schulbeginn und Schulschluss an der Schule am Bürgerhaus unterliegen den äußeren Zwängen der Schülerbeförderung, die teilweise dem öffentlichen Linienverkehr angepasst und mit weiteren Rodgauer Schulen koordiniert werden muss.

Seit dem Schuljahr 2013/14 ist die Schule am Bürgerhaus Ganztagsschule mit Profil 1.

Zeitraster:

StundeZeitDauer 
7.30 – 8.0030’Aufsicht im Mehrzweckraum
8.00 – 8.1515’Kommzeit im Klassenraum
1. 8.15 – 9.0045’Erster Unterrichtsblock
2. 9.05 – 9.5045’
9.50 – 10.0010’Frühstückpause
10.00 – 10.2020’1. Hofpause
3.10.20 – 11.0545’Zweiter Unterrichtsblock
4.11.10 – 11.5545’
11.55 – 12.1520’2. Hofpause
5.12.15 – 13.0045‘Unterricht
13.00 – 13.4545’Mittagspause
6.13.45 – 14.3045‘Unterricht/AGs/Förderkurse

 

Seit dem Schuljahr 2006/07 gibt es die Unterrichtsgarantie. Mit Hilfe von außerschulischen Kräften wird gewährleistet, dass kein Pflichtunterricht mehr ausfällt, wenn Lehrkräfte fehlen.

Im September 1998 wurde der Förderverein der Schule am Bürgerhaus gegründet, der mit der  Einrichtung eines Betreuungsangebotes weit über die verlässliche Schulzeit hinaus die Schulzeiten ergänzt. Dieses Angebot ist fest installiert und beginnt um 7.00 Uhr morgens, endet erst um 17.00 Uhr am späten Nachmittag und enthält die Möglichkeit eines warmen Mittagessens. Es garantiert berufstätigen Eltern eine Ganztagsbetreuung.

Der Vorstand des Fördervereins kümmert sich um das Personal, das Anmeldeverfahren und die finanziellen Angelegenheiten.

Weiterhin unterstützt der Verein die Schule finanziell bei besonderen Anlässen, so z.B. Errichtung einer Kletterwand, Weihnachtsgeschenke für die Klassen, Werkzeuge und Material für den Werkunterricht, etc.

 

Etwa ein Viertel unserer Kinder kommt mit dem Bus aus dem Wohngebiet „Rollwald“ zur Schule.

Die Schülerbeförderung ist für die Kinder, da sie mehr als 2 km von der Schule entfernt wohnen, kostenlos. Sie bekommen hierfür Fahrscheine, die im Sekretariat beantragt werden müssen.

 

Vielfältige Veranstaltungen sind fest installiert:

  • Mittwoch vor den Herbstferien: Projekttag „Gesunde Schule“ mit Turnwettbewerb
  • Mittwoch vor dem ersten Advent: Projekttag „Arbeiten mit den Händen“
  • Mittwoch vor den Weihnachtsferien: Weihnachtsfeier
  • Mittwoch vor den Osterferien: Sporttag
  • Mittwoch in der vorletzten Schulwoche (vor den Sommerferien): Projekttag Mathematik
  • Elternabend für die Eltern der neuen ersten Klassen im März
  • Schulbesuchstag im April/Mai
  • Schulzahnarzt jährlich in jeder Jahrgangsstufe (Termin vergibt das Gesundheitsamt nach Absprache)
  • Zahnprophylaxe jährlich in jeder Jahrgangsstufe (Termin vergibt das Gesundheitsamt nach Absprache)
  • Ab erstem Schuljahr Anbahnung zum Thema „Streitschlichter“ (siehe Konzept)
  • Freitag vor dem zweiten Advent findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Matthias statt.
  • Freitag in der vorletzten Schulwoche vor den Sommerferien findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Matthias statt.
  • Vorlesetag im November: Kl. 4 lesen in den Kitas und den ersten Klassen vor, in Kl. 2 lesen Mütter vor, in Kl. 3 lesen die Klassenlehrerinnen in der jeweils anderen Klasse vor
  • Mai: Bundesjugendspiele
  • Jährlich wechselnd Schulfest und Projektwoche

 

Jahrgangsstufe 1

Beginn des Schuljahres:
Elternabend am Montag vor der Einschulung
Besprechen der Schulregeln
Schulwegbegehung mit der Polizei
Elternabend mit Wahl und Fr. Neutzner (gesunde Ernährung)

Mitte des Schuljahres:
Wiederholung der Schulregeln mit Schwerpunkt „Höflichkeit“
Gesundes Frühstück/Frühstück nach Farben (Termin mit dem Gesundheitsamt)
1. Besuch der KÖB (kath. Bücherei)

Januar:
Rückmeldegespräche mit den Kitas

Februar:
Schnupperunterricht für Kitakinder

Ende des Schuljahres:   
Stolperwörter-Lesetest und Kobold
2. Besuch der KÖB (kath. Bücherei)

 

Jahrgangsstufe 2

Klassenfahrt (fakultativ)

Beginn des Schuljahres:
Wiederholung der Schulregeln

November:
Projekte mit den Kitas

Mitte des Schuljahres:
3. Besuch der KÖB (kath. Bücherei)
Stolperwörter-Lesetest und Kobold

Februar:
Schnupperunterricht für Kitakinder

Ende des Schuljahres:
4. Besuch der KÖB (kath. Bücherei)
UE Aufgaben eines Klassensprechers

 

Jahrgangsstufe 3

Beginn des Schuljahres:
Wiederholung der Schulregeln
Wahl des Klassensprecherteams

Mitte des Schuljahres:
Neu-Wahl des Klassensprecherteams
UE Streitschlichter

April:
Lesewettbewerb der Bücherei

Mai:
Lernstandserhebungen

Mai:
Brandschutzerziehung

Ende des Schuljahres:
Ernährungsführerschein (7 Wochen à 3 Std im Sachunterricht in Kooperation mit Frau Neutzner)

 

Jahrgangsstufe 4

Verkehrserziehung nach Angabe der Jugendverkehrsschule
Klassenfahrt

Beginn des Schuljahres:
Wiederholung der Schulregeln
Wahl des Klassensprecherteams
Wiederholung Streitschlichtung

November:
Hospitation der Lehrkräfte in den Kitas
Leseabend der Bücherei
Info-Abend der weiterführenden Schulen

Dezember/Januar:
Beratungsgespräche weiterführenden Schulen

Mai:
Hospitation der Lehrer der weiterführenden Schulen bei uns
Vorlesewettbewerb

Ende des Schuljahres:
Verabschiedung der 4. Klassen

 

Als Fördermaßnahmen bietet die Schule am Bürgerhaus ambulante Maßnahmen in den Bereichen Sprache, Lernhilfe und Erziehungshilfe an. Zwei fachkompetente Kolleginnen der Helene-Lange-Schule stehen hier für die Beratung von Kolleginnen und Eltern zur Verfügung. Es werden regelmäßig Förderstunden in Deutsch und Mathematik erteilt, auch für Schüler mit anerkannter Lese-Rechtschreibschwäche.

Die Kinder der zweiten und dritten Klassen gehen ein jeweils ein Schulhalbjahr zum Schwimmunterricht ins Hallenbad Münster. Hier werden auch die Nichtschwimmer meist zu Schwimmern. In diesen Jahrgängen wird dann eine zusätzliche Sportstunde in der Schule erteilt.

Zusätzliche Lehrerstunden im Rahmen §2, Abs. 5 der Verordnung über die Stundentafel verwenden wir für Fördermaßnahmen unterschiedlicher Art in Form von Kleingruppen. Dieser Förderunterricht ist am Bedarf orientiert; die Zusammensetzung wechselt.

Darüber hinaus wird ein Vorlaufkurs für die im nächsten Schuljahr einzuschulenden Kinder mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen angeboten.

Klassenübergreifende Förderkurse gibt es in den Bereichen der Bewegungsschulung und für Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben.

Im Sinne der Öffnung der Schule ist es uns in Zusammenarbeit mit dem Förderverein gelungen, das Angebot an Arbeitsgemeinschaften durch außerschulische Partner zu erweitern. So finden die AG-Angebote Tennis, Englisch, Malatelier, Naturforscher, Fußball, Schach, Handball und Flöte regelmäßig statt.

Die Schülerbücherei wird täglich eine Stunde von Eltern betrieben. Auch konnten die Öffnungszeiten von vier auf fünf Tage erweitert werden. Hierfür wurde ein Klassenraum neu gestaltet und das Mobiliar ergänzt. Mittlerweile ist der gesamte Buchbestand digital erfasst, was die Ausleihe erheblich erleichtert.

Durch das Engagement einer Kollegin zusammen mit einer Mutter haben wir bei einem Wettbewerb die Ausstattung für ein Spielzimmer gewonnen, das auch in einem schön gestalteten Klassenraum untergebracht.

In allen Klassen wird der Computer als Medium genutzt. Außer der elektronischen Tafel stehen in jedem Klassenraum zwei Computer mit Internetzugang zur Verfügung. Hier können die Kinder alleine arbeiten, oder sie gehen gruppenweise in den Computerraum. Sie verwenden je nach Altersstufe entsprechende Lernsoftware und Verarbeitungsprogramme oder suchen Informationen im Internet. Das computergestützte kostenfreie Leseprogramm „Lepion“ wird in allen Klassen genutzt.

Der Übergang von der Kita zur Grundschule ist in Nieder-Roden durch Kooperationsvereinbarungen geregelt, wobei der hessische Bildungs- und Erziehungsplan als Grundlage dient. Die Kooperationsvereinbarungen wurden in den „Kompass-Sitzungen“ erarbeitet und beschlossen. Kita- und Schulleiterinnen treffen sich regelmäßig ca. alle zwei Monate, um die Aktionen zwischen den Kooperationspartnern zu koordinieren.

Auch für die Übergänge zu den weiterführenden Schulen gibt es im Rodgau feste Kooperationsvereinbarungen, die u.a. gegenseitige Hospitationen der Lehrkräfte vorschreiben. Außerdem werden die Lehrerinnen der Grundschule zur Klassenzusammensetzung in den weiterführenden Schulen befragt. Nach ca. drei Monaten finden Rückmeldegespräche statt.

 

1.2. Kollegium und Schulleitung

Das Kollegium der Schule besteht zurzeit aus neun festen Kolleginnen, zwei LiVs und einem Lehrer, der an einem Tag pro Woche fünf Stunden Musik unterrichtet. Weiterhin gibt es zwei Förderschullehrkräfte, die unsere Lehrkräfte einmal pro Woche beraten.
Weiterhin unterrichten mit Gestellungsvertrag eine katholische Gemeindereferentin, eine evangelische Pfarrerin und ein evangelischer Pfarrer.

Die Kooperation innerhalb des Kollegiums erfolgt in Jahrgangsteams. Hier stehen Austausch und Herstellung von Material, Ideen zur Unterrichtsgestaltung, Absprachen zu schriftlichen Arbeiten und jahrgangsspezifische Veranstaltungen sowie gegenseitige Hilfsstellung bei erzieherischen Fragen im Vordergrund.

Die Schulleiterin hat seit dem Beginn ihrer Amtszeit 2009 begonnen, ein Informationssystem aufzubauen, das allen Mitgliedern der Schulgemeinde Einblick in die schulischen Abläufe gibt. Für Lehrkräfte gibt es, neben den Gesamtkonferenzen und Dienstbesprechungen, regelmäßige Informationsschreiben. Die Elternschaft wird ebenso regelmäßig über alle wichtigen Vorgänge in der Schule informiert. Im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes hängen Schaukästen mit weiteren Informationen aus. Hier werden auch alle Schulbediensteten mit Bild und Namen vorgestellt.
Unsere Homepage bietet hierzu auch weitere Informationen.

 

1.3. Elternarbeit

Die Eltern üben das Mitbestimmungsrecht über den Schulelternbeirat und die Schulkonferenz aus. Elternversammlungen („Elternabende“), Elternbeiratssitzungen und oft auch Stammtische finden regelmäßig statt. Über den allgemeinen Entwicklungs- und Leistungsstand ihres Kindes können sich Eltern beim Elternsprechtag, der einmal im Jahr stattfindet (meist Anfang Februar), informieren. Darüber hinaus vereinbaren Lehrerinnen und Eltern individuelle Gesprächstermine, wenn dies gewünscht wird bzw. erforderlich ist. Dabei stehen die Beratung und die bestmögliche Förderung des Kindes im Vordergrund.

Die Elternschaft wirkt bei der Gestaltung des Schullebens in vielen Bereichen aktiv mit, von denen hier einige beispielhaft genannt werden:

  • Die Eltern betreuen und bewirten die Gäste bei der Einschulungsfeier. Sie bereiten die Schulfeste und die Präsentationen der Projektwochen kulinarisch vor. organisieren die Bewirtung und verwalten die Einnahmen daraus. Die Geldmittel werden der Schule für besondere Vorhaben und Anschaffungen zur Verfügung gestellt.
  • Die Eltern wirken bei verschiedenen Projekten innerhalb des Unterrichts mit, bei denen sie ihre Kompetenzen einbringen und auch außerschulische Lernorte zur Verfügung stellen. Der Fantasie von Lehrkräften und Eltern sind hier keine Grenzen gesetzt.
  • Die Eltern unterstützen als Mitglieder der Steuergruppe die Schulprogrammarbeit.
  • Die Eltern betreuen die täglichen Ausleihzeiten in der Schülerbücherei.
  • Die Eltern wirken mit bei verschiedenen Schulaktionen zur Beschaffung von Geldern zur Gestaltung des Schulhofes und um Spinde anzuschaffen.

 

1.4. Schulgebäude und Verwaltung

Unser Schulgebäude besteht aus zwei Trakten und liegt direkt neben dem Bürgerhaus Nieder-Roden. Im Gebäudeteil 1 („Verwaltung“) sind die Verwaltung der Schule, der Musikraum, der Vorklassenraum, ein Mehrzweckraum, die Schülerbücherei, das Spielezimmer und die Betreuung des Fördervereins untergebracht. Neun andere Unterrichtsräume, der Computerraum mit Arbeitsplätzen in Klassenstärke, der Werkraum mit angegliedertem Brennofen und die Räume des Hausmeisters befinden sich im Gebäudetrakt 2 („Unterrichtsgebäude“). Im Jahr 2009 wurde die Schule komplett saniert und modernisiert. Die Turnhalle gehört zur Stadt Rodgau. Sie wird vormittags bis 15.00 Uhr von der Schule und anschließend von Vereinen genutzt. Für größere Veranstaltungen wie z.B. die Einschulung kann die Schule von der Stadt Rodgau das Bürgerhaus gegen eine geringe Gebühr mieten.

Der Schulhof erstreckt sich rings um das Gebäude 1 und schließt an Trakt 2 an. Vor dem Gebäudeteil 1 („Ballhof“) sind die „Straßen“ für die Verkehrserziehung aufgemalt. In den Pausen stehen hier den Kindern zwei Fußballtore zur Verfügung. Weiterhin können sich die Kinder an drei Tischtennisplatten, einer Kletterwand, einer Seillandschaft und einem Kletterhaus beschäftigen. Hinter den Schulgebäuden befindet sich ein Sport-Außengelände mit Laufbahn und Sprunggrube. Seit der Sanierung gehört zur Schule ein kleiner Innenhof, der seit Sommer 2012 gestaltet ist und genutzt wird.

In die Verwaltung arbeitet eine Sekretärin mit Teilzeitstelle. Sie ist Angestellte des Kreises Offenbach. Außerdem ist uns ein Hausmeister zugeteilt, der montags und mittwochs bis 16.30 Uhr, dienstags und donnerstags bis 12.00 Uhr und freitags bis 14.00 Uhr arbeitet. Er ist durch das PPP-Projekt Angestellter von Hochtief.

 

2. Grundlagen und Leitziele unserer Arbeit

 

2.1. Rahmenplan Grundschule

Der Rahmenplan Grundschule gilt nach wie vor als Grundlage unserer Arbeit. Hier werden übergeordnete Bildungs- und Erziehungsziele genannt, die bereits seit 1995 Gültigkeit haben und noch nichts an Aktualität verloren haben.

 

2.2. Leitziele der pädagogischen Arbeit

In der Gesamtkonferenz vom 25.11.2009 wurden die Leitziele der pädagogischen Arbeit neu definiert und strukturiert. Dabei wurden Elemente aus der bisherigen Fassung des Schulprogramms aufgegriffen, und es wurden neue Schwerpunkte gesetzt.

Unter der Fragestellung, welche Kompetenzen die Kinder erwerben und welche Bereiche gestärkt und gefördert werden sollen, wurden die folgenden vier pädagogischen Leitziele festgelegt:

 

– Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten

–       gesunde Ernährung

–       Bewegung

 

– Erwerb sozialer Kompetenz

–       Kommunikations-/ Kooperationsfähigkeit

–       Gruppenfähigkeit

–       Verantwortungsbereitschaft

–       Regelbewusstsein

–       Konfliktverhalten

–       Spielverhalten

 

– Stärkung der emotionalen Entwicklung

–       Selbständigkeit

–       Selbstwertgefühl

–       emotionale Stabilität

 

– Förderung der Entwicklung der Motivation

–       Anstrengungs-/ Leistungsbereitschaft

–       Ausdauer, Arbeitswille

–       Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit

 

Bis zum Erwerb des Teilzertifikats Ernährung wird dem Leitziel “Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten“ ein besonderer Stellwert beigemessen. Dieses Leitziel hat im Rahmen der pädagogischen Arbeit im Schuljahr 2009/ 10 Vorrang.

 

2.3. Unser Leitbild

Freundliche, ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit

–Innerhalb eines Jahrgangs legen wir Wert auf eine klassenübergreifende Planung von
Lerninhalten sowie auf eine Erstellung von Förderkonzepten, die individuell auf jedes Kind abgestimmt werden.

–          Wir sind offen für gegenseitige Hilfe.

–          Wir arbeiten innerhalb des Kollegiums im Team und schätzen die Mitarbeit der Eltern.

–          Wir fördern die Teamarbeit und die Hilfsbereitschaft sowohl innerhalb des
Klassenverbandes als auch klassenübergreifend.

–          Wir übertragen unseren Schülerinnen und Schülern Pflichten und Verantwortung
(Klassendienste, Klassensprecher, Paten etc.) und achten auf die Einhaltung ihrer
Rechte.

–          Wir übernehmen Verantwortung bei der Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren.

–          Wir arbeiten auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen mit den Kitas, dem Hort in Nieder-Roden und den weiterführenden Schulen der Stadt Rodgau zusammen.

–          Wir arbeiten ebenfalls mit außerschulischen Institutionen wie der Stadtverwaltung, dem Jugend- und Gesundheitsamt, der Jugendverkehrsschule, der Polizei, der Feuerwehr, vielen Sport- und kulturellen Vereinen und den öffentlichen Büchereien zusammen.

–          In Zusammenarbeit mit unserem Förderverein, Vereinen und privaten Einrichtungen bieten wir eine Nachmittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe und vielfältige AGs an.

 

Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung

–          Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem sich die Kinder wohl fühlen und mit Freude lernen.

–          Wir schenken allen Kindern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit.

–          Wir nehmen Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sowie all derer, die zur Schulgemeinschaft gehören.

–          Wir zeigen den Kindern ihre Stärken auf und verhelfen ihnen dazu, Selbstbewusstsein zu entwickeln.

–          Wir lehnen körperliche und verbale Gewalt ab und fördern ein Bewusstsein dafür, das Eigentum der anderen sowie Einrichtungen der Schule wertzuschätzen und pfleglich zu behandeln.

–          Wir nehmen bei Streitigkeiten alle am Konflikt Beteiligten ernst, hören sie an und helfen ihnen, den Konflikt beizulegen.

–          Wir fördern die Entwicklung von Empathiefähigkeit, indem wir die Kinder dabei unterstützen, sich in Konfliktsituationen in die Lage und Gefühlswelt des anderen hineinzuversetzen.

–          Wir führen regelmäßig Aktionen zur Förderung der Sozialkompetenzen durch (Gesprächskreise, Projektwochen, Klassenfahrten etc.).

 

Förderung eigenverantwortlichen, selbstständigen Lernens

–          Wir legen Wert auf eine Vielfalt der Lernmethoden und schaffen Möglichkeiten für die Kinder, Verantwortung für ihr Lerntempo und die Lerninhalte mit zu übernehmen.

–          Wir wechseln zwischen offenen Unterrichtsformen – wie beispielsweise Projektarbeit, Lernen an Stationen, Werkstattarbeit – und traditionellen Unterrichtsformen.

–          Wir führen regelmäßig Maßnahmen zur Binnendifferenzierung (im Hinblick auf die Menge und den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben) in allen Klassen durch.

–          Wir ermöglichen den Kindern den Zugang zu neuen Medien (Computer und ActivBoard).

–          Wir legen Wert darauf, Kindern nicht nur Wissen, sondern auch übergeordnete Kompetenzen zu vermitteln. Aus diesem Grund entwickeln wir unseren Unterricht kontinuierlich weiter, indem wir regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen.

–                      Wir vermitteln den Kindern die nötigen Grundlagen, um ihnen einen guten und erfolgreichen Übergang ins fünfte Schuljahr zu ermöglichen.

–          Wir evaluieren regelmäßig unsere Unterrichtsinhalte, um zu gewährleisten, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern aktuelle Inhalte vermitteln.

 

Gesundheitsförderung

–          Auf dem Weg zur “Gesundheitsfördernden Schule“ haben wir bereits die Teilzertifikate “Bewegung“ und “Ernährung“ erlangt und arbeiten kontinuierlich daran, diese im Schulalltag umzusetzen und zu erhalten.

–          Bewegungszeiten auch außerhalb des Sportunterrichts gehören für uns zum schulischen Alltag. In den Pausen stellen wir den Kindern eine große Auswahl an Spielgeräten zur Verfügung.

–          Drei Einzelsportstunden bzw. der Schwimmunterricht in den 2. oder 3. Klassen ermöglichen es uns, dem Bewegungsdrang der Kinder entgegenzukommen.

–          Ein gemeinsames Frühstück im Klassenraum ergänzt jeden Schulmorgen und trägt darüber hinaus zur Stärkung der Klassengemeinschaft bei.

–          Wir bieten den Kindern viele Möglichkeiten, sich mit anderen auf unterschiedlichen Ebenen sportlicher Art zu messen, indem wir uns an dem schulsportlichen Wettkampfprogramm für die Grundschulen des Kreises Offenbach beteiligen.

 

(überarbeitet am 08.04.2011 in der Steuergruppe Schulprogramm mit Frau Haefke und Frau Lienenkämper

beschlossen vom Schulelternbeirat am 31.05.2011, von der Schulkonferenz am 07.06.2011 und von der Gesamtkonferenz am 08.06.2011)

 

2.4. Leitbild ABC unserer Kinder

AGs

Bewegung

Computer

Denken

Ernährung

Freunde

Gewaltfrei

Helfen

Interessen

Jahrgang

Klassenfahrt

Lernen

Miteinander

Nachmittagsangebote

Offenheit

Pausen

Quatsch

Respekt

Stärken

Team

Unterricht

Verantwortung

Wir

1X1

Yes

Zusammenarbeit

 

3. Arbeitsschwerpunkte der vergangenen Jahre

 

3.1. Zertifikat Bewegung

Das Zertifikat Bewegung war das erste Zertifikat, das die Schule erworben hat. Es wurde am 18. Juni 2009 überreicht und beinhaltet eine große Anzahl von fest in den Tages-, Wochen- und Jahresablauf integrierter Termine und Aktionen. Dazu zählen vor allem:

  • Tägliche Bewegungszeit im Unterricht und zwischen den Unterrichtsstunden
  • Pausenspielekisten zur sinnvollen Gestaltung der Pausen
  • drei einzelne Sportstunden über die Woche verteilt
  • zwei Halbjahre Schwimmunterricht (2. und 3. Klasse) im Hallenbad Münster mit einer zusätzlichen Sportstunde in der Schule
  • zwei Projekttage mit Schwerpunkt Sport
  • vielfältige Sport-AG-Angebote am Nachmittag
  • Verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte

 

Ende Mai 2012 fand eine Evaluation der zentralen Elemente unseres Bewegungszertifikates statt. (siehe Anhang)

 

3.2. Zertifikat Ernährung

Am 9. Dezember 2010 wurde der Schule am Bürgerhaus das Zertifikat Bewegung überreicht. Es mussten nicht nur die Aktionen und Termine mit den Schulkindern dokumentiert werden, sondern auch die Bedingungen hierfür. So gibt es einen Hygieneplan und regelmäßige Fortbildungen im Gesundheitsamt. Und auch hierfür finden ritualisierte Tätigkeiten statt

  • Regelmäßiges Trinken in den Klassenräumen
  • Es soll nur Mineralwasser getrunken werden, keine Schorlen oder gar Süßgetränke
  • Am Montag ist zuckerfreier Tag
  • Zwei Projekttage pro Jahr zur gesunden Ernährung
  • Regelmäßig in den Unterricht jeder Klassenstufe eingebundene Unterrichtseinheiten zur gesunden Ernährung
  • Erarbeitung des Ernährungsführerscheins im dritten Schuljahr

 

Ende Mai 2012 wurde von allen Klassenlehrerinnen in allen 9 Klassen die Evaluation der zentralen Elemente unseres Ernährungszertifikates vorgenommen. (siehe Anhang)

 

 

4. Arbeitsvorhaben für die nächsten Jahre

 

In einem Zielvereinbarungsgespräch mit dem Schulamt, das immer nach der Schul-inspektion stattfindet, wurden unsere neuen Arbeitsvorhaben festgelegt.

 

4.1. Entwicklung eines Förder- und Erziehungskonzeptes

In Anlehnung an die Bemängelung der Schulinspektion, dass die Schule kein Förder- und Erziehungskonzept erarbeitet hat, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die daran arbeitet (siehe Prozessleiste). Hier sollen sowohl die Möglichkeiten und Grenzen der Förderung an unserer Schule herausgestellt werden. Wichtig ist uns, auch auf Grund unseres Leitbildes, dass die Stärken aller Kinder in den Vordergrund rücken und die Schwächen gefördert werden sollen.

Im Rahmen unseres Förder- und Erziehungskonzeptes kommt dem sozialen Lernen eine besondere Rolle zu.

Sozialkompetenz bezeichnet Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die dazu befähigen, in den Beziehungen zu Menschen situationsadäquat zu handeln.

Wir leiten unsere Schülerinnen und Schüler an zu

–       Kommunikationsfähigkeit und angemessenen Umgangsformen (Höflichkeit, Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, …)

–       gegenseitiger Wertschätzung (Akzeptanz der Schwächen und Stärken des anderen, …)

–       Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit

–       Gesprächskompetenz und Konfliktfähigkeit

–       Einfühlungsvermögen (Empathie)

–       emotionaler Intelligenz

In den überfachlichen Kompetenzen der Bildungsstandards wird der Kompetenzbereich “Sozialkompetenz“ wie folgt unterteilt:

–       Soziale Wahrnehmungsfähigkeit

–       Rücksichtnahme und Solidarität

–       Kooperation und Teamfähigkeit

–       Umgang mit Konflikten

–       Gesellschaftliche Verantwortung

–       Interkulturelle Verständigung

Der Erwerb sozialer Kompetenz stellt eines der insgesamt vier Leitziele der pädagogischen Arbeit an der Schule am Bürgerhaus dar.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/ 11 werden erstmals zwischen den 1. und 3. sowie 2. und 4. Klassen Patenschaften gebildet, so dass zwei Jahre lang eine kontinuierliche Arbeit gewährleistet ist.

Aus den beiden Klassen werden jeweils feste Partner zugeteilt, für welche die Älteren jeweils verantwortlich sind.

Die Kinder lernen somit, sich partnerschaftlich, hilfsbereit und kommunikativ zu verhalten.

Kommunikations-/ Kooperationsfähigkeit und Gruppenfähigkeit werden durch Patenschaften gestärkt; zugleich werden Verantwortungsbereitschaft und Regelbewusstsein gefördert.

So helfen die Drittklässler den Schulneulingen, sich in ihrem neuen Lebensraum Schule zurechtzufinden, was auch in den Pausen von Bedeutung ist.

Zugleich finden regelmäßig gemeinsame Aktionen wie beispielsweise gemeinsames Lesen und Basteln sowie Ausflüge statt.

Der im Leitbild beschriebene Bereich “Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung“ greift wesentliche Aspekte des Förder- und Erziehungskonzeptes auf, da hier der Förderung der Sozialkompetenz eine besondere Bedeutung beigemessen wird. (siehe 3.3) Die Förderung der genannten Fertigkeiten und Fähigkeiten findet in den Zielen und Inhalten des sozialen Lernens wiederum eine besondere Berücksichtigung.

Die Inhalte des sozialen Lernens sind auch im Lernbereich Zusammenleben (siehe Rahmenplan) vorgesehen.

Die folgenden Ziele du Inhalte des sozialen Lernens sollen im gesamten Unterricht angestrebt werden:

 

Ziele 1./ 2. Schuljahr

Die Kinder sollen

  1. – sich im Lebensraum Schule zurechtfinden können
  2. – wie ihre Mitschüler und Personen in der Schule leben und arbeiten
  3. – Klassen- und Schulregeln verstehen und lernen, diese einzuhalten
  4. – Rituale kennen lernen
  5. – Hilfen kennen lernen, wie sie Konflikte lösen können
  6. – lernen, sich partnerschaftlich, hilfsbereit und kommunikativ zu verhalten
  7. – lernen, über Gefühle zu sprechen
  8. – Gesprächsregeln vereinbaren und einhalten lernen
  9. – lernen, gewissenhaft Klassendienste zu übernehmen

 

Inhalte 1./ 2. Schuljahr

  1. – Rundgang durch die Stadt
  2. – Vorstellen der Lehrer, Schulleitung, Sekretariat, Hausmeister

– Erzählkreis

– Unterrichtsgänge zu Wohnungen

– gemeinsames Frühstück

– Ich-Plakate

– Feste feiern

– Kennenlernspiele

  1. – Klassenregeln gemeinsam erstellen

– Absprache der Konsequenzen bei Nichteinhaltung

  1. – Gesprächskreise

– Feste, Geburtstagsfeiern

– Morgenbegrüßung

– Kalender

– Stille-Zeichen (Non-verbale Zeichen)

  1. – Spiele zum sozialen Lernen

– Rollenspiele

– Entspannungsübungen

– Sprechen über Gefühle in unterschiedlichen Situationen

 

Ziele 3./ 4. Schuljahr

Die Kinder sollen lernen

–         sich an vereinbarte Regeln zu halten

–         anderen zu helfen

–         Rücksicht auf andere zu nehmen

–         Verantwortung für das eigene Denken und Handeln zu übernehmen

–         Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, Dienste
wahrzunehmen

–         Kontakte zu knüpfen und sich anderen gegenüber aufgeschlossen zu
verhalten

–         Konflikte eigenverantwortlich zu lösen

–         anderen zuzuhören

–         mit anderen zusammenzuarbeiten

–         sich Erwachsenen gegenüber angemessen zu verhalten

–         die Gefühle anderer wahrzunehmen

–         eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken

–         Hilfe von anderen annehmen zu können

–         Toleranz gegenüber anderen Lebensformen zu zeigen

–         Selbstbewusstsein zu gewinnen

–         Vereinbarungen treffen zu können

–         Vertrauen zu entwickeln und Freundschaften anzubahnen

–         Kritik angemessen zu äußern und konstruktiv mit Kritik umzugehen

–         Toleranz gegenüber dem anderen Geschlecht zu zeigen

–         Feste und Klassenaktivitäten zu gestalten und zu planen

–         eine Frustrationstoleranz aufzubauen

 

Inhalte 3./ 4. Schuljahr

–         Stuhlkreisgespräche

a)      beispielhafte Konfliktlösung nach festen Regeln und Strukturen

b)     zunehmend selbständige Lösung

–         interkulturelle Aktionen (z.B. Feste, Traditionen und Verhalten in anderen Ländern)

–         Eigen- und Fremdwahrnehmung

–         Gefühle, Gestik, Mimik

–         Freundschaft

–         Klassensprecher

a)      Vorbereitung, Vermittler

b)     Hilfen durch den Klassenlehrer

–         Patenschaften

a)      mit den ersten/ zweiten Klassen

b)     Hilfe bei Konfliktlösung

 

Vielfältige Aktionen wie die Projekttage “Arbeiten mit den Händen“ und “Gesunde Schule“, themenbezogene Klassenbastelvormittage, Weihnachtsfeiern mit Klassendarbietungen u. s. w. leisten einen Beitrag dazu, dass die Kinder im Bereich der sozialen Kompetenz und des Selbstwertgefühls gestärkt werden.

Das Lehren und Lernen ist geprägt durch themenbezogene Projekte und Aktivitäten.

Diese finden regelmäßig in fächerverbindender und/ oder klassenübergreifender Zusammenarbeit statt.

Projekttag “Arbeit mit den Händen“

Die Schüler haben an einem Vormittag die Möglichkeit, eine textile Technik, wie Weben, Nähen, Knüpfen, Häkeln oder ein Handwerk, wie Sägen, Töpfern, Bauen, kennen zu lernen und sich darin auszuprobieren.

Projekttag „Gesunde Schule“

Dieser Tag findet regelmäßig mittwochs vor den Osterferien und den Herbstferien statt.

Mittlerweile beteiligen sich Institutionen wie skate@school, Rope Skipping, örtliche Sportvereine und Oberstufenschüler des LK Sport des Claus- von- Stauffenberg Gymnasiums in Rodgau.

Themenbezogene Klassenbastelvormittage

Klassenlehrer und Eltern basteln mit den Kindern zu
Jahresfesten wie St. Martin, Weihnachten und Ostern.

Sportfest mit Wettbewerbs- und Wettkampfcharakter für alle Klassen

Im Sommer finden alljährlich die Bundesjugendspiele in den leichtathletischen Disziplinen  an der Schule am Bürgerhaus statt. Den Höhepunkt bilden hier für alle Schülerinnen und Schüler die Klassenwettkämpfe, bei denen die Klassen eines Jahrgangs gegeneinander antreten.
Am Projekttag vor den Herbstferien haben unsere Schüler die Möglichkeit ihr turnerisches Können unter Beweis z stellen.

Teilnahme an schulsportlichen Wettkämpfen mit einer Schulmannschaft

Eine Auswahl der SchülerInnen aus den 2., 3. und 4. Klassen, gleichmäßig verteilt auf Jungen und Mädchen vertreten die Schule am Bürgerhaus auf Kreisebene. Eine Würdigung der Leistung findet im Rahmen einer Feier (Schulfest, Weihnachtsfeier, Abschluss Sportfest) statt.

Weihnachtsfeier mit Klassendarbietungen

findet jährlich, in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien, mit allen Schülern und Lehrern für Eltern, Schüler und Kindergartenkinder im großen Saal des Bürgerhauses (darf von der Schule als Aula genutzt werden) statt.

Projektwoche, jahrgangsübergreifend

Die Projektwoche findet alle zwei Jahre statt. Themenprojektwochen oder offene Projektwochen wechseln sich ab.

Der im Juni 2011 ausgewertete Fragebogen für das Kollegium zur Ermittlung regelmäßiger und unregelmäßiger Aktionen zur Stärkung von Selbstwertgefühl/ Selbstvertrauen (siehe Tabelle) zeigt ein breites Spektrum an Vorhaben, die im Unterricht und Schulalltag der Schule am Bürgerhaus fest verankert sind. Diese leisten einen bedeutsamen Beitrag im Hinblick auf die Förderung der Sozialkompetenz.

 

Regelmäßige Aktionen:Unregelmäßige Aktionen:
Klassendienste/ ÄmterUnterrichtsgänge/ Ausflüge/ Klassenfahrten
GeburtstagsfeiernGespräche über Konflikte zur Klärung von Streitigkeiten
Ausbildung von Streitschlichtern
Klassenrat
Expertensystem (z.B. Ein Schüler erklärt für alle Kinder die Hausaufgaben.)Buchvorstellung, Präsentation von Einzel- und Gruppenarbeiten
Helfersystem
Im Musikunterricht: gemeinsames Instrumentalspiel Mathe-Konferenzen, Geschichten-Konferenzen, Schreibkonferenzen
Im Sportunterricht: Bewegungs- und Mannschaftsspiele, selbständiges ZusammenfindenTreffen mit der Patenklasse (1. und 3. Schuljahr sowie 2. und 4. Schuljahr)
Bundesjugendspiele
Im Schwimmunterricht: Möglichkeit, ein Abzeichen zu erwerben
Im Englischunterricht: Chorsprechen Kooperative Spiele zur Teamarbeit
Viel Lob (verdient, gezielt eingesetzt, differenziert); positives VerstärkenAuswahl guter Sportler für Schulwettkämpfe
Siegerehrung
Präsentation der Ergebnisse mit Zeitungsartikeln und Fotos
Klassensprecherwahl (im 3. und 4. Schuljahr)Wettbewerb:
-          Lesewettbewerb 3. Schuljahr
-          Vorlesewettbewerb (4. Schuljahr)
Erzählkreis am Montag, Freitagsabschlusskreis mit ReflexionAusbildung von Schülern zu Ersthelfern
Aufführungen verschiedenster Art:
-          für Erstklässler/ Viertklässler
-          bei besonderen Aktionen (z.B. bei Zertifikatsübergabe)
Einzelne SchülerInnen präsentieren stellvertretend die Schule.
Ausstellung von Schülerarbeiten

 

Im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die einen besonderen Bedarf an Förderung im emotionalen und sozialen Bereich haben, ist es hilfreich, folgende Aspekte zu bedenken und zu beachten:

–       Akzeptanz der Anpassungsprobleme, die Ausdruck seines/ ihres besonderen Bedarfs sind

–       Gestaltung des Unterrichts in einer Weise, dass die Anforderungen für ihn/ für sie erfüllbar sind (Nachteilsausgleich)

–       Ehrlichkeit

–       in besonderen Situationen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die Handlungen des Kindes nicht einem selbst gelten, sondern einer anderen, für das Kind bedeutenden Person

–       spontane Reaktionen und Gefühle dem Kind gegenüber ernst nehmen

–       Akzeptanz der eigenen Grenzen

–       Herstellung eines förderlichen Kontakts zum Kind

–       Erstellung eines Förderplans

–       Stärken des Kindes und bereits erreichte positive Entwicklungen in den Vordergrund stellen

Ein weiteres wichtiges Arbeitsvorhaben im Rahmen der Entwicklung unseres Förder- und Erziehungskonzeptes ist die Formulierung von Erziehungsvereinbarungen. (siehe Anhang)

 

Neben dem soeben ausführlich beschriebenen Bereich des sozialen Lernens wird – wie in der folgenden Tabelle veranschaulicht wird – an der Schule am Bürgerhaus auf folgende Aspekte Wert gelegt:

 Für alle KinderFür Kinder mit besonderen Schwierigkeiten
Lesekompetenz-        Schülerbücherei-        Förderunterricht
-        Leseaktionen-        Leseförderung
-        Lesepartnerschaft (Patenklassen)
-        siehe Lesekonzept
Sprachkompetenz-        differenzierter Unterricht entsprechend der Bildungsstandards im Fach Deutsch-        Vorlaufkurs
-        Förderunterricht
-        Sprachheilunterricht
Medienkompetenz-        Computer im Klassenraum
-        Internetnutzung
-        Computer-AG
Mathematische Kompetenz-        differenzierter Unterrichtentsprechend der Bildungsstandards im Fach Mathematik -        Förderunterricht
Bewegungskompetenz-        siehe Bewegungskonzept (4.1) -        Förderunterricht
Gesundheitskompetenz -        siehe Ernährungskonzept (4.2)
Personale Kompetenz-        siehe weitere Ausführungen
Handlungskompetenz-        siehe weitere Ausführungen

 

Im Rahmen des  Erziehungskonzeptes unserer Schule soll bei unseren Schülern im Rahmen der Erziehungsziele auch die Personale Kompetenz erweitert werden, was zu einer Festigung der Persönlichkeit beitragen soll.

Unsere Schüler sollen lernen, Verantwortung für sich, andere, Dinge und die Natur zu übernehmen.
Sie sollen in ihrem Tun Sicherheit erfahren, was wiederum den Prozess der Selbständigkeit und zuverlässigen Handelns anbahnt.

Durch  Erfolgs- und Rückmeldesysteme wollen wir unsere Schüler motivieren, für sich und ihr Arbeiten Verantwortung zu übernehmen.
Wir wollen ihre allgemeine Leistungsbereitschaft, Lernbereitschaft, Motivation, Ausdauer und Belastbarkeit fördern.

 

Bei der Personalen Kompetenz handelt es sich nicht nur um Persönlichkeitseigenschaften, die im Arbeitsprozess des Schulalltags bedeutsam sind.
Vielmehr beschreibet die Personale Kompetenz Einstellungen und Fähigkeiten, in denen sich die Haltung unserer Schüler zu ihrem Umfeld und der Welt insgesamt ausdrückt. Eine positive Haltung zu sich selbst und seinem Umfeld kann sich letztlich aber nur aus einer stabilen Persönlichkeit heraus entwickeln. Wir wollen, dass unsere Schüler daher ein positives, realistisches Selbstbild entwickeln können, das ihnen ermöglicht, mit Frustrationen umzugehen und sich letztlich ihrem Umfeld gegenüber entsprechend der in unserer Gesellschaft geltenden Werte und Normen zu verhalten.

 

Den Schülern müssen angemessene Bedingungen geboten werden, um soziale Kompetenz und persönliche Kompetenz zu entwickeln.

Eine individuelle Handlungskompetenz befähigt unsere Schüler, sich situativ angemessen zu verhalten.

  • Schüler entwickeln die Fähigkeit zum sozialen Handeln.
  • Schüler sehen die Möglichkeit, etwas in Gang zu setzen.
  • Schüler reagieren angemessen.
  • Schüler gehen miteinander gerecht und einfühlend um.

 

4.2. Teilzertifikat Sucht- und Gewaltprävention

Eng verzahnt mit dem Förder- und Erziehungskonzept ist die Arbeit am Teilzertifikat Sucht- und Gewaltprävention. Hier werden Lehrer und Schüler befragt und daraus die Arbeitsschritte festgelegt. Erstes und wichtigstes Ziel ist die Erarbeitung von Schulregeln, die jedem Kind einsichtig gemacht werden können, und

Im Rahmen der Arbeitsgruppe Sucht- und Gewaltprävention wurde zu Beginn der Arbeit am Zertifikat zunächst ein Fragebogen für die Schülerinnen und Schüler der Schule erarbeitet. Mithilfe des Fragebogens wurde mitunter erfasst, an welchen Stellen des Schulvormittags die Kinder die größten Konfliktpotenziale sehen (Ergebnis: beim Fußballspiel, am Aufstellplatz und im Treppenhaus) und ob sie vor etwas Angst haben. Aufbauend aus der Auswertung wurden dann Schulregeln abgeleitet, bzw. die bereits bestehenden Schulregeln überarbeitet und ergänzt. Zudem hat die Arbeitsgruppe Sucht- und Gewaltprävention verbindliche Unterrichtseinheiten für den Einsatz im Sachunterricht erarbeitet (Streitschlichter, Klassensprecherwahl und Schulregeln).

Während der Fortbildungen zum Thema „Sucht- und Gewaltprävention“ konnte Frau Hofmann vor allem umfassende Kenntnisse in den Themengebieten  „Mediation“ und „Gewaltfreie Kommunikation“ erlangen. Folgende Fortbildungen wurden im Einzelnen besucht:

 

  • „Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt“ – Einführung in die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach M. Rosenberg 31.03.2011
  • „Zwischen Wut und Resignation“ – Fallverstehen als Chance schulischer Beratungsarbeit und Unterstützung im Unterricht 15.03.2011
  • Basisfortbildung “ Mediation – Konstruktive Konfliktbearbeitung“ (Dauer 6 Monate) 29.03.2012, 10.05.2012, 11.05.2012, 21.06.2012

 

Der aktuelle Stand ist der, dass die erarbeiteten verbindlichen Unterrichtseinheiten bereits von den Kolleginnen im Unterricht durchgenommen wurden und somit allen Kindern die Schulregeln bekannt und vertraut sind.

Im Oktober 2012 fand unter jeweils zwei ausgewählten Kindern der dritten und vierten Klassen ein schriftlicher Wettbewerb dazu statt, wer sich am besten mit den Schulregeln auskennt.

Das nächste Ziel besteht darin, einen Maßnahmenkatalog für das Nicht-Einhalten der Schulregeln zu erstellen. Dabei ist einerseits gleichmäßige Transparenz des Lehrerverhaltens für Kinder wünschenswert, und andererseits muss die Weiterentwicklung unserer Schule von dem Gedanken des individuellen Förderbedarfs geprägt sein.

 

4.3. Weiterentwicklung eines kompetenzorientierten (Mathematik-) Unterrichts

Es wurden nach den Fortbildungen „Kompetenzorientiert unterrichten in der Grundschule“ und „Kompetenzorientierter Mathematikunterricht“ schulinterne Curriculas zur Umsetzung der Bildungsstandards für die einzelnen Unterrichtsfächer entwickelt.

 

4.4. Einrichtung des Ganztagsangebots nach Profil 1

In Zusammenarbeit mit Elternvertretern und dem Förderverein wurde in vielen Sitzungen ein Konzept für die Ganztagsschule Profil 1entwickelt.

Konzeption
A. Die vorhandenen Rahmenbedingungen

Die Schule am Bürgerhaus ist eine zwei- bis dreizügige Grundschule mit zurzeit ca. 200 Schülerinnen und Schülern. Die Kinder kommen aus allen sozialen Schichten, der Migrantenanteil liegt bei circa 15%. Zum Einzugsgebiet der Schule gehört auch der Rollwald, ein Ortsteil Rodgaus, von dem aus die Kinder nur mit dem Bus zur Schule gelangen können.

Die Schule am Bürgerhaus besteht aus zwei Gebäudetrakten, dem Unterrichtsgebäude mit neun Unterrichtsräumen, dem Computerraum, dem Werkraum, dem Lehrmittelraum und den Räumen des Hausmeisters. Im anderen Trakt sind neben der Verwaltung und dem Lehrerzimmer der Mehrzweckraum, ein Musikraum, der Lernmittelraum, die Bücherei, ein Spielezimmer und der ehemalige Vorklassenraum. Außerdem hat die Betreuungseinrichtung „KinderOase“ hier ihre Räume. Am Nachmittag benutzt die Betreuung die Schulräume in diesem Gebäude mit.

Die fünf Unterrichtsstunden am Vormittag liegen zwischen 8.15 Uhr bis 13.00 Uhr, die sechste Stunde findet nach einer Mittagspause am Nachmittag von 13.45 Uhr und 14.30 Uhr statt.

Die Schule am Bürgerhaus hat einen sehr aktiven Förderverein, der die Schule in allen Belangen unterstützt. Wichtig ist auch die Betreuungseinrichtung „KinderOase“, die der Förderverein seit diesem Schuljahr für derzeit 60 Schülerinnen und Schüler anbietet. Diese Betreuung ist morgens von 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr und mittags ab 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr besetzt.

Die Schule am Bürgerhaus wurde bis Dezember 2009 saniert. Im Rahmen der Sanierung wurde für die Betreuung ein Erweiterungsbau errichtet. Deshalb konnte seit Beginn des Schuljahres 2009/10 die Anzahl der betreuten Kinder von 25 auf 46 und seit diesem Schuljahr durch Mitbenutzung des Vorklassenraumes am Nachmittag auf 60 Kinder erhöht werden. Alle Kinder, die in der Betreuung angemeldet sind, bekommen ein warmes Mittagessen, das seit Januar 2012 von Hofmann-Menü geliefert wird. Sowohl die Tiefkühlschränke als auch die Konvektomaten wurden für ca. 100 Mittagessen ausgelegt.

Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind (Arbeitgeberbescheinigung), können für die 14.30 Uhr-Betreuung angemeldet werden. Solange Plätze vorhanden sind, werden diese Kinder aufgenommen.

Schon seit Jahren werden regelmäßig mindestens drei verschiedene AGs seitens der Lehrerschaft  angeboten (Tanzwerkstatt, Mathematik für clevere Kids, Englisch, Französisch, Computer, Forscherwerkstatt, …). Auch von Vereinen und über den Förderverein wurden und werden viele verschiedene AGs angeboten (Sport, Töpfern, Malen, Chor, Flöten, …). Damit die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, möglichst mehrere AGs zu besuchen, sind diese auf alle Tage der Woche verteilt.

Alle AGs beginnen mit der sechsten Stunde um 13.45 Uhr. Die Kinder, die nicht zum Mittagessen in der Betreuung angemeldet sind und auf den Beginn ihrer AG warten, treffen sich im Mehrzweckraum, um dort unter Aufsicht ihr mitgebrachtes Essen zu essen, zu entspannen, spielen oder arbeiten.

B. Das pädagogische Ganztagskonzept – Das aktuelle Ganztagsangebot

A Steuerung der Schule

Seit dem Schuljahr 2009 wurde die Ganztagsschule Profil 1 („Päd. Mittagsbetreuung“) jährlich beantragt. Dies wurde ins Schulprogramm aufgenommen und mit dem SSA als Zielvereinbarung festgelegt.

Die von Anfang an bestehende Steuergruppe aus Lehrkräften und Schulleitung wurde mit der Zuteilung der Ganztagsschule erweitert. Nun arbeiten die Vorsitzenden des Fördervereins, die Leiterin der Betreuungseinrichtung und zwei Elternteile in der Steuergruppe mit. Die Führungsverantwortung für den Ganztagsbereich  sowie der Budgetverwaltung liegt bei der Schulleiterin.

B Unterricht und Angebote

Im Januar 2013 wurden die Eltern der Schulgemeinde zum Bedarf an Betreuungszeiten und Angeboten ein zweites Mal befragt. Es stellte sich heraus, dass kreative Angebote, Sportangebote, Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung gleichermaßen gewünscht werden.

Schon seit dem Jahr 2009 gibt es an der Schule am Bürgerhaus vielfältige AG-Angebote. Durch die Zuweisung der Ganztagsschule können nun auch die Erst- und Zweitklasskinder bis zum Beginn der AGs beaufsichtigt werden. In der Zeit von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr können die Kinder zwischen Hausaufgabenbetreuung, Sport, Lesetraining, einer Kreativwerkstatt und der Aufsicht im Spielezimmer wählen. Ab 13.00 Uhr gehen alle angemeldeten Kinder in die Mittagspause ohne (die ganze Woche) oder mit (Di, Mi, Do) warmem Essen. Anschließend finden die Angebote am Nachmittag statt, also Hausaufgaben-AGs, Förderunterricht, Tennis, Töpfern, Instrumentenbau, Tiere gestalten, Arbeiten mit Nadel und Faden, Computer-AG, Töpfern, Fußball, Malatelier-AG, Lese-Club, HipHop, Flöten und Ballspiel und Bewegung. Die AGs werden von Lehrkräften, Sportvereinen, Eltern, einem Malinstitut und dem Förderverein angeboten.

Durch den neuen Vormittag, an dem nur noch fünf Unterrichtsstunden stattfinden, muss im dritten Schuljahr ein halbes Jahr lang, solange die Kinder einmal pro Woche  schwimmen gehen, eine Unterrichtsstunde in den Nachmittag gelegt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass es sich um ein Nebenfach, möglichst Sport, handelt.

Vielfältige Veranstaltungen sind fest installiert (s.o.)

Seit dem Schuljahr 2015/2016 gibt es an unserer Schule ausgewiesene Ganztagsklassen. Die Schüler dieser Klassen verbleiben täglich bis 14:30 an der Schule und machen dort nach einem gemeinsamen Mittagessen auch ihre Hausaufgaben im Klassenverband.

C Schulkultur, Lern- und Aufgabenkultur

Durch das Angebot von festen Hausaufgabenzeiten und Förderunterricht sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag können Kinder individuell gefördert werden und auch selbständig lernen. (Hier arbeiten die Lehrkräfte mit Stations- und Werkstattunterricht und Wochenplänen.)

Im Rahmen des Zertifikats „Bewegung“, das unserer Schule 2009 überreicht worden ist, sind Bewegungszeiten im Vor- und Nachmittag fest integriert. Zu den drei einzelnen Sportstunden pro Woche kommen Bewegungszeiten hinzu, meist mit Musik zu Bewegungsliedern. So wird im Kollegium auch außerhalb des Sportunterrichts großen Wert auf bewegtes Lernen gelegt. So werden beispielsweise Arbeitsblätter nicht ausgeteilt, sondern von den Kindern selbst geholt; um Aufgaben zu kontrollieren, müssen die Kinder zu bestimmten Orten im Klassenraum gehen, und Abschreiben geschieht ebenfalls in Bewegung in Form eines “Schleichdiktats“. Auch das Erledigen von Klassenämtern leistet in diesem Zusammenhang einen Beitrag. Die Sorgfalt für die Klasse ist in der Regel mit Bewegung verbunden: Austeildienst, Tafeldienst, Blumendienst, das Fegen des Klassenzimmers etc.

Handelndes Lernen ist hierbei von zentraler Bedeutung. Inhalte, Tätigkeiten, Sozialformen, Materialnutzung, Körper- und Sitzhaltungen der Kinder verändern sich -, bei Formen selbständigen Lernens (Freie Arbeit, Tages- und Wochenplanarbeit, Stationsarbeit) befinden sich die Kinder in Bewegung. Zudem ermöglichen offene Unterrichtsformen es den Schülerinnen und Schülern, selbstverantwortlich ihr Lernen mitzubestimmen und mitzugestalten; des Weiteren bieten sie einen methodischen Rahmen für Individualisierung und Differenzierung.

Im gegenstandsbezogenen Lernen werden Bewegungsaktivitäten zu adäquaten Lernweisen; Lernprozesse werden unterstützt. Sich in einem thematischen Zusammenhang wirklich zu bewegen, kann einen essentiellen Beitrag dazu leisten, sich die Sache selbst zu erschließen.

(Das Kollegium hat sich darauf geeinigt, dass alles, was möglich ist, mit Bewegung geschieht, z.B. Arbeitsblätter werden nicht ausgeteilt, sondern  müssen geholt werden, um zu kontrollieren, müssen die Kinder zu bestimmten Orten im Raum gehen, Abschreiben geschieht als „Schleichdiktat“, usw.)

 

Im Rahmen unseres Leitbildes wird der Förderung eigenverantwortlichen, selbstständigen Lernens ein besonderer Stellenwert beigemessen:

–          Wir legen Wert auf eine Vielfalt der Lernmethoden und schaffen Möglichkeiten für die     Kinder, Verantwortung für ihr Lerntempo und die Lerninhalte mit zu übernehmen.

–          Wir wechseln zwischen offenen Unterrichtsformen – wie beispielsweise Projektarbeit,      Lernen an Stationen, Werkstattarbeit – und traditionellen Unterrichtsformen.

–          Wir führen regelmäßig Maßnahmen zur Binnendifferenzierung (im Hinblick auf die          Menge und den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben) in allen Klassen durch.

–          Wir ermöglichen den Kindern den Zugang zu neuen Medien (Computer und ActivBoard).

–          Wir legen Wert darauf, Kindern nicht nur Wissen, sondern auch übergeordnete     Kompetenzen zu vermitteln. Aus diesem Grund entwickeln wir unseren Unterricht      kontinuierlich weiter, indem wir regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen.

–          Wir vermitteln den Kindern die nötigen Grundlagen, um ihnen einen guten und    erfolgreichen Übergang ins fünfte Schuljahr zu ermöglichen.

–          Wir evaluieren regelmäßig unsere Unterrichtsinhalte, um zu gewährleisten, dass wir        unseren Schülerinnen und Schülern aktuelle Inhalte vermitteln.

 

Das Kollegium hat an einer Reihe von Fortbildungen zur Weiterentwicklung eines kompetenzorientierten Unterrichts teilgenommen und einen Reader “Mit guten Aufgaben kompetenzorientiert Mathematik unterrichten“ erhalten. In den Jahrgangsteams wurden kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen geplant, im Unterricht erprobt und anschließend evaluiert. Zudem wurde im Lehrerzimmer ein Ordner mit einer Sammlung von „guten Aufgaben“ zusammengestellt.

Des Weiteren wurde ein schulinternes Curriculum zur Umsetzung der Bildungsstandards für die einzelnen Unterrichtsfächer entwickelt.

Das Kollegium hat ebenfalls an der Fortbildung “Kompetenzorientiert unterrichten in der Grundschule“ teilgenommen..

Im Zeitraum Februar und März 2012 fanden bei allen Kolleginnen in unterschiedlichen Fächern Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung statt. Kompetenzorientierte Elemente wurden hierbei von den Lehrkräften in kurzen Unterrichtsvorbereitungen dokumentiert.

Im Rahmen kooperativen Lernens werden Methoden wie beispielsweise das Partner- und Gruppenpuzzle sowie das Lerntempoduett eingesetzt. Unterstützende Lernstrategien (z.B. das Erstellen einer Mind Map oder die Fünf-Gang-Lesetechnik) spielen hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle.

D Kooperation

Schon seit vielen Jahren arbeitet die Schule am Bürgerhaus mit vielen Vereinen und anderen außerschulischen Institutionen zusammen. Als Vereine sind die Sportvereine, der Musikverein, der NABU, zu nennen. Die außerschulischen Institutionen sind das Malatelier, die English-School und die Schach-AG zu nennen.

Gemeinsam mit der Betreuungseinrichtung „KinderOase“ wurden Kooperationsvereinbarungen geschlossen, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Hier finden Aktionstage für die Kinder statt.

In diesem Zusammenhang muss die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund erwähnt werden. Dieser bietet Beratungsgespräche mit Eltern, Lehrkräften oder Kindern an.

E Partizipation von Schülern und Eltern

In der Schule am Bürgerhaus sind Eltern in vielen Bereichen des Schullebens integriert. Es gibt Lesemütter und -omas, die am Unterricht teilnehmen oder mit einzelnen Kindern lesen. Das Bücherei-Team ermöglicht es den Kindern, täglich die Bücherei zu nutzen, vor, in und nach den Pausen. Auch unser Spielezimmer wird in den Pausen von Eltern betreut. Eltern unterstützen die Lehrkräfte bei Projekttagen, in der Projektwoche, bei Ausflügen und Klassenfahrten.

An der Steuergruppe zum Schulprogramm beteiligen sich zwei Elternteile. Intensiv wurde mit diesen Eltern am neuen Logo der Schule, dem Leitbild und den Erziehungsvereinbarungen gearbeitet. Durch diese Eltern wurden die entworfenen Konzepte stets in die gesamte Elternschaft getragen und über die Elternbeiräte evaluiert.

Der gewählte Schulelternbeirat und die Klassenelternbeiräte sind bei der Organisation aller Festlichkeiten (Schulfest, Präsentation der Projektwoche, Einschulungsveranstaltung, Weihnachtsfeier) beteiligt und unterstützen unsere Schule durch ihre Mithilfe und vielfältige Angebote zur Bewirtung.

Die Eltern nehmen somit ihre Beteiligungsrechte wahr, sind in die Gestaltung der Schule aktiv eingebunden, bereichern durch ihre Mitarbeit das Schulleben und tragen zur erfolgreichen Förderung der Schülerinnen und Schüler bei.

Ein Schülerrat, bestehend aus den Klassensprechern der Klassen 3 und 4, ist zur Stärkung der Partizipation der Schülerinnen und Schüler geplant. In unregelmäßigen Abständen, bei wichtigen, alle Schüler betreffenden und  im Schulprogramm verankerten Themen, treffen sich alle Klassensprecherinnen und Klassensprecher mit einer Lehrkraft, damit die Interessen der Kinder  Berücksichtigung finden.

Als Beispiel ist hier das Leitbild-ABC der Kinder zu nennen (s.o.)

Zur Förderung des sozialen Lernens wird bei Bedarf in einigen Klassen ein Klassenrat gebildet.

F Schulzeit und Rhythmisierung

Zur Umsetzung der Ganztagsschule Profil 1 wurde beschlossen, den Vormittag mit einem 90-Min. Block zu beginnen, und nach einer Pause einen zweiten 90-Min. Block anzuschließen, um nach und nach eine Loslösung vom 45 Minuten-Takt zu erreichen. Im Unterrichtsverlauf sind unterschiedliche Phasen erkennbar. Dies wird durch inhaltliche Schwerpunktsetzungen, den Wechsel von Methoden, Lernarrangements, Sozialformen und Orten, sowie unterschiedliche Anforderungen und damit wechselnde Schüleraktivitäten erreicht. Spannung und Entspannung bestimmen den Rhythmus des Unterrichtsgeschehens. Sie sind bewusst, zielgerichtet und nachvollziehbar geplant. U.a. seht den Kolleginnen und Kollegen eine selbst erstellte CD mit gemeinsam ausgewählten Bewegungsliedern (mit Anleitungen) zur Verfügung. Außerdem steht jeder Klasse ein Fundus mit Bewegungsspielen, auch in schriftlicher Form, zur Verfügung. Die Rhythmisierung orientiert sich sowohl an den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler als auch an den sachlogischen Anforderungen.

G Raum- und Ausstattungskonzept

Die Schule am Bürgerhaus besteht aus zwei Gebäudeteilen, dem Unterrichtstrakt und dem Verwaltungstrakt. Im Unterrichtstrakt mit neun Unterrichtsräumen befinden sich außerdem der Computerraum, der Werkraum, der Lehrmittelraum und die Räume des Hausmeisters. Im Verwaltungstrakt befinden sich außer der Verwaltung ein Mehrzweckraum, der Musiksaal (ein Klassenraum), der Lernmittelraum, ein Kleingruppenraum, die Bücherei und das Spielezimmer (beides Klassenräume) und der Vorklassenraum, der als Vorlaufraum genutzt wird. Zusätzlich wird dieser Raum benötigt, wenn die dritten Klassen den Ernährungsführerschein machen. Auch die Betreuung ist in diesem Gebäude mit zwei Räumen untergebracht. Für Hausaufgaben und zum Spielen nutzt die „KinderOase“ nachmittags alle Räume im Verwaltungstrakt.

H Pausen- und Mittagskonzept

Das warme Mittagessen wird von der „KinderOase“ mit zubereitet. Hierzu gehen die „Essenskinder“ in den Mehrzweckraum und nehmen ihr warmes Mittagessen ein. Die Unkosten hierfür müssen von den Eltern für ein halbes Jahr im Voraus bezahlt werden. Die Kinder, die sich ihr Essen selbst mitbringen, werden im Musikraum beaufsichtig. Beide Gruppen essen zuerst ihr Mittagessen, und können anschließend spielen, malen, dösen oder lesen. Wenn alle Kinder gegessen haben und es das Wetter zulässt, gehen die Gruppen auf den Schulhof, um sich dort auszutoben. Im Anschluss besuchen die Kinder ihre AGs, den Förderunterricht oder die Hausaufgabenbetreuung.